Namen & Neues

Streit um Verkehrsberuhigung auf der Baumschulenstraße

Veröffentlicht am 22.10.2018 von Thomas Loy

Die Baumschulenstraße in Baumschulenweg ist eine Feinstaubhölle, laut und voll – kein Vergnügen, hier zu wohnen oder zu shoppen. Das könnte längst anders sein, betonten am vergangenen Montag auf der Sondersitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) und Jacob Zellmer, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Radfahrstreifen und Tempo 30 würden schon viel helfen. Zellmer träumt von einer zweiten Bölschestraße, mit Bäumen und breiten Gehwegen zum Flanieren. Nur leider sei die Verkehrsverwaltung anderer Meinung, so Hölmer. Das mit der Verkehrsberuhigung sei erst möglich, wenn die Süd-Ost-Verbindung (SOV) als Ausweichstrecke für den Durchgangsverkehr zur Autobahn gebaut sei. Für Planung und Bau der SOV von der neuen Spreebrücke (Minna Todenhagen) bis zur A 113 gibt es aber bislang keinen Termin.

Die Grünen in TreKö sind als einzige Partei gegen den Bau der SOV, damit solidarisieren sie sich mit Kleingärtnern und Anwohnern, die vom Bau betroffen wären. Am vergangenen Montag stimmten die Grünen auf einer BVV-Sitzung gegen einen Antrag von CDU und SPD, die Straße zu planen und zügig zu bauen. Eine Bürgerinitiative kämpft seit Jahren gegen die Planungen. Ihr Vorsitzender Jürgen Babel sieht den BVV-Beschluss als „Rückschlag“. Bevor eine vierspurige Lkw-Trasse durch Königsheide und Späthsfelder Kleingärten gegraben werde, sollte man abwarten, wie sich die Verkehrsströme nach Fertigstellung der A-100-Verlängerung und der Tangentialverbindung Ost (TVO) verändern. Vielleicht werde dann ja deutlich, dass man die SOV gar nicht mehr brauche.

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