Namen & Neues

Koalitionsbruch an der Elsenbrücke?

Veröffentlicht am 04.02.2019 von Thomas Loy

Völlig kreisrund läuft Politik in Treptow-Köpenick, absolut ungestört von jeder Einflussnahme durch die holprige Realität. CDU und SPD beantragen, das Bezirksamt möge sich bei „den zuständigen Stellen“ dafür einsetzen, dass bei der Planung für den Neubau der Elsenbrücke auch die Fortführung der A 100 – wie vom Bund gewünscht – über die Spree nach Friedrichshain berücksichtigt wird. Schon wittert die Linke einen veritablen Koalitionsbruch. Rot-Rot-Grün hatte sich ja darauf verständigt, den A-100-Dissens einfach auszuklammern und im Koalitionsvertrag festgehalten, in dieser Legislaturperiode werde es keine Planung für den 17. Bauabschnitt geben. „Sie (die SPD Treptow-Köpenick) düpiert damit den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und stellt die Kooperationsvereinbarung mit der Linken in der Bezirksverordnetenversammlung auf die Probe“, lässt die Linken-Abgeordnete Katalin Gennburg verbreiten. Und was sagt die Senatsverwaltung für Verkehr, die den Elsenbrücke-Neubau vorbereitet? Alles kein Thema. Bis 2022 werde es allenfalls eine Behelfsbrücke geben, bis 2025 einen Neubau der westlichen Teilbrücke, der ohnehin nötig ist. Erst danach müssten die Planer wissen, ob der 17. Bauabschnitt kommt oder nicht. Noch fast sechs Jahre Zeit. Die Legislaturperiode endet im Herbst 2021.

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