Namen & Neues

Mehr Frauen in Führungspositionen: Pilotprojekt abgebrochen

Veröffentlicht am 11.03.2019 von Thomas Loy

Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hatte 2014 das Pilotprojekt „Frauen im Sport“ angeschoben, mit einem schönen Konzept, einem Beirat, wissenschaftlicher Begleitung und einem Zukunftspreis. Damit sollten die Sportvereine des Bezirkes angeregt werden, „Mädchen und Frauen verstärkt für Führungspositionen zu gewinnen und sie dabei zu unterstützen und zu fördern“. In den 240 Sportvereinen in Treptow-Köpenick seien lediglich 35 Prozent der Mitglieder Frauen, nur zehn Prozent der Vereine hätten eine Frau an der Spitze. Daran wird sich fünf Jahre später nicht viel geändert haben. Das Projekt ist schon wieder eingeschlafen, mangels Resonanz, wie die zuständige Sportstadträtin Cornelia Flader (CDU) einräumt.

2017 habe man rund 200 Vereine angeschrieben, nur fünf hätten überhaupt geantwortet, und nicht alle Antworten waren positiv. „Wir können niemandem etwas aufdrücken, was er nicht will“, sagt Flader. Und: „Die Vorstände sind nicht abgeneigt, Frauen aufzunehmen, aber es gibt nicht genügend, die sich engagieren wollen.“ Jetzt soll das Programm Frauen im Sport neu ausgerichtet werden. Flader möchte den Mädchen- und Frauenfußball stärken, dafür soll jetzt geklärt werden, was in dieser Richtung schon alles läuft. Bei Union werden sie mit dieser Initiative offene Türen einrennen.