Namen & Neues

Lob und Tadel für Elsen-Hochhaus

Veröffentlicht am 08.07.2019 von Thomas Loy

Die Planungen für ein weiteres Hochhaus an der Elsenstraße (Kino Cinestar) werden konkreter. (Investor soll die Firma Aroundtown sein, der auch das Park-Center nebenan gehört, das ist aber noch nicht bestätigt). Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, gerade stolze Besitzerin eines „Hochhausleitbildes“ (im Entwurf), reagiert geradezu begeistert auf die Pläne des Bauherrn, dort auf 76 Metern Höhe (bisher waren 56 Meter im Gespräch) Flächen für Hotels, Büros und Gastronomie anzubieten. Das Kino hat nicht funktioniert und soll abgerissen werden, dazu gibt es aber noch keinen Zeitplan. Lüscher erklärte in einer Antwort auf die Anfrage der Abgeordneten Katalin Gennburg (Linke):

„Durch die Bildung eines Hochpunktes kann die Adresse am Park gestärkt werden. Das Gebäude soll sich als „Hochhaus am Park“ präsentieren, welches die besondere Lagequalität wertschätzt und für die Öffentlichkeit erlebbar macht. (…) Die Erlebbarkeit des Parks durch eine Gastronomie im Dachgeschoss wird befürwortet, auch das Dach des Sockels sollte zugänglich sein und zusätzliche Angebote bieten. Die Gestaltung der Dachflächen ist wichtig, vor allem bei der überzeugenden skulpturalen Figur des Baukörpers“. Skulptural! Nicht Kunst am Bau, sondern Bau als Kunst. Das ist doch mal ein Fortschritt. Gennburg ist ganz anderer Ansicht: „Hier ist auch geografisch ein wichtiger Stadtstandort und den sollte die Bezirksregierung nicht dem steuervermeidenden Investorengeflecht überlassen, das nur Rendite mit Parkaussicht am Gartendenkmal generieren will.“ Sie fordert eine „Standortkonferenz unter Hinzuziehung der anliegenden Kieze, Anrainer und Gewerbetreibenden“.

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