Namen & Neues

Dürstende Jungbäume

Veröffentlicht am 15.07.2019 von Simone Jacobius

Duuurst! Bei fast 40 Grad vor ein paar Wochen hörte man die kleinen Bäume und Sträucher förmlich nach Wasser lechzen. So muss das auch Petra Reichardt von den Linken gegangen sein, die in einer Anfrage der grünen Mitbewohner gedachte. Sie wollte wissen, ob denn die zusätzlich vom Senat bereit gestellten finanziellen Mittel in Höhe von 80.000 Euro auch wirklich den Straßenbäumen zu Gute kämen. Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) konnte beruhigen. Gleich zwei Firmen wurden beauftragt, die insgesamt 5600 Jungbäume im Bezirk (das sind Bäume, die maximal acht bis zehn Jahre alt sind) und etwa 2000 Quadratmeter Gehölze alle zwei Wochen ausgiebig zu wässern – egal ob‘s regnet oder schneit.

Damit das kostbare Nass nicht einfach in den nächsten Rinnstein davonfließt, sind um die Neupflanzungen sogenannte Gießringe hergestellt worden. Als besonderen Bonbon gab es im Frühjahr noch einen Langzeitdünger ins Gießwasser, damit die Kleinen auch groß und stark werden. Insgesamt 13 Wassergänge gibt es zwischen April und Oktober, bei langen Trockenperioden wird auch öfter gewässert. Insgesamt kostet das Versorgungspaket 215.000 Euro pro Jahr. Aber das sind uns doch unsere grünen Mitbewohner wert. Und trotzdem sind Anwohner Willkommen, die das Grün vor ihrer Haustür in Trockenperioden begießen.

Nach Auskunft von Christian Hoenig, Förster und Baumreferent beim Umweltverband BUND, sind Stadtstraßen generell denkbar schwierige Standorte für Bäume. Nach seiner Beobachtung „denken gerade alle Bezirke über das Thema Bäume nach“ und arbeiten an einer Planung für die nächsten Jahre, hat mein Kollege Stefan Jacobs in Erfahrung gebracht. Wenn Sie mehr über die Rolle der Bäume für uns Stadtmenschen wissen möchten, lesen Sie hier weiter.