Namen & Neues

TreKö ist Wohnungsbau-Spitzenreiter

Veröffentlicht am 16.09.2019 von Thomas Loy

In den Jahren zwischen 2014 und 2018 sind in TreKö 10.338 Wohnungen gebaut worden, das ist Platz 1 unter den Berliner Bezirken. Selbst das weitaus größere Pankow schaffte nur 9445. (Q: Anfrage von Florian Graf, CDU.) Wie konnte es dazu kommen? Da fragen wir doch mal Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD): „Von besonderer Bedeutung ist aus meiner Sicht zweierlei: Zum einen das klare politische Bekenntnis dazu, dass zur Lösung der Wohnungsmisere in Berlin neben der unabdingbaren Sicherung von bezahlbarem Wohnraum im Bestand auch ein ausgeprägter Wohnungsneubau erforderlich ist. Und zwar nicht irgendwo in Berlin, sondern – bei allen Problemen, die damit einhergehen – eben auch im eigenen Bezirk.“ Der zweite Grund: „Hoch engagierte Kolleginnen und Kollegen“, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen „hervorragend arbeiten, oftmals direkt am Limit und manchmal auch darüber hinaus“.

Eine weitere Antwort könnte sein, dass viele Brachen und ehemalige Industrieareale im Bezirk über Jahre verrotteten und Berlins Baulöwen allenfalls ein Schulterzucken entlockten. Bauen, da unten in Köpenick? Lohnt sich nicht, hatte mir der Immobilienentwickler Thomas Groth vor einigen Jahren mal erklärt. Groth baute lieber in Wilmersdorf, Zehlendorf, Mitte, Moabit, Kreuzberg… Das dürfte er inzwischen anders sehen. Doch nun werden die Flächen auch in TreKö knapp. Die Zahl neuer Wohnungen dürfte sich nicht auf dem hohen Niveau halten – 2545 waren es 2018. tagesspiegel.de

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