Namen & Neues

A 100 wird erst Ende 2023 fertig

Veröffentlicht am 03.02.2020 von Thomas Loy

Ende 2023 könnte der neue Zweig der Stadtautobahn zwischen Neukölln und Treptower Park ans Netz gehen, sagte Verkehrs-Staatssekretär Ingmar Streese (Grüne) bei einem „Kiezgespräch“ in Alt-Treptow, zu dem der grüne Verkehrsexperte Harald Moritz eingeladen hatte. So steht es in der Berliner Zeitung. Zuletzt peilten die Planer den Februar 2022 an. „Ein Vergabeverfahren muss wiederholt werden, im Boden schlummern mehr giftige Altlasten als erwartet.“ Soweit die Ursachenforschung. Doch wichtiger war den rund 70 Zuhörern die Frage, ob sich das erwartete Verkehrschaos noch abwenden lässt. Nach Angaben von Moritz soll sich der Verkehr auf der Elsenstraße von rund 37.700 auf 68.400 Fahrzeuge pro Tag erhöhen, wenn die Autobahn in Betrieb geht. Auf der Elsenbrücke, wo bislang täglich 51.400 Fahrzeuge gezählt wurden, sollen es 74.300 sein.

Ausbau auf neun Fahrstreifen. Von der Autobahn bis zur Elsenstraße wird die Straße Am Treptower Park auf insgesamt neun Fahrstreifen verbreitert, um die Automassen von der Autobahn ableiten zu können. Doch dahinter verbleibt die vorhandene Infrastruktur wie sie ist – inklusive einer im Bau befindlichen Elsenbrücke. Dort könnte es also zum Verkehrskollaps kommen. Zu erwarten sei auch, dass ein weiterer Knotenpunkt kollabiert, und zwar der an der Elsenstraße, Ecke Stralauer Allee. Der Senat will nun ein weiteres Verkehrsgutachten zum künftigen Knotenpunkt Treptower Park in Auftrag geben, das soll in einem Jahr fertig sein. Eine Idee gegen das Chaos: Auf der Autobahn könnten bis 2028 – dann soll die Elsenbrücke in voller Kapazität fertig sein – Fahrstreifen dauerhaft gesperrt werden. Doch dafür müsste der Bund ins Boot geholt werden. – Text: Thomas Loy

Foto: Kitty Kleist-Heinrich

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