Namen & Neues

„Vom Denkmal ist kaum noch etwas übrig": Sorge und Klarstellung um Riviera-Abriss

Veröffentlicht am 24.02.2020 von Thomas Loy

Was passiert mit den Denkmälern Riviera und Gesellschaftshaus in Grünau? Sie werden Stück für Stück abgerissen, vom Bauherrn Terragon, und das Bezirksamt gibt dazu sein Ja und Amen, kritisieren die Grünauer Riviera-Freunde.  „Vom Denkmal ist kaum noch etwas übrig.“ Die Berliner Zeitung nahm den Ball auf und bolzte ihn ebenfalls gegen das Bezirksamt: „Die Befürchtungen des Ortsvereins Grünau sind wahr geworden: Von den Alt-Berliner Ausflugslokalen Riviera und Gesellschaftshaus stehen nur noch Außenmauern. Die Häuser wurden jetzt im Zuge des Umbaus zur Seniorenresidenz bis auf die Grundfesten geschliffen.“ Was denn nun? Stehen nun die Außenmauern oder nur noch die Grundfesten? Das Bezirksamt und die Terragon kommen nicht zu Wort – wozu auch, wenn die Fakten für sich sprechen…

Das Bezirksamt reagiert mit einer „Klarstellung“: Die zuständige Sachbearbeiterin habe am Donnerstag „vor Ort die Rechtmäßigkeit des Zustands überprüft“. Die Stuckdecke des Riviera-Saales sei wegen Einsturzgefahr schon 2014 mit einer Tragkonstruktion gestützt und anschließend von einem Restaurator genau kartiert worden. Spolien und Stuckelemente seien abgenommen und eingelagert worden. „Die gesicherten Stuckteile dienen nun als Muster zur Herstellung der neuen Stuckelemente.“ Neben der Decke werde auch die abgerissene Veranda originalgetreu wiederhergestellt, „unter Verwendung der historischen Stützen, welche geborgen und restauratorisch aufgearbeitet werden“.

Beim Gesellschaftshaus wird nur die äußere Hülle wiederhergestellt, mit den historischen Fassaden, das war beim Verkauf an Terragon auch so kommuniziert worden. Was also ist passiert? Eigentlich nichts außer einem fatalen Brand, dessen Verursacher noch immer unbekannt sind. berlin.de