Namen & Neues

Pop-up-Radweg könnte Dauerlösung werden

Veröffentlicht am 10.08.2020 von Thomas Loy

Dieser Berliner Pop-up-Radweg könnte zur Dauerlösung werden. Der Pop-up-Radweg an der B 96a zwischen Schöneweide und Adlershof hat sich offenbar bewährt – trotz meiner Kritik. Bis Jahresende sei der Pop-up-Status befristet, erklärte das Bezirksamt auf Anfrage des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft. Eine dauerhafte Lösung sei aber mehr oder weniger logische Folge der bisherigen Verkehrsplanung: „Die Einrichtung des Radfahrstreifens geht auf das Planfeststellungsverfahren zur A 113 zurück. Mit dem Bau dieses Autobahnabschnittes wurde ein wesentlicher Teil des MIV (motorisierter Individualverkehr) von der B 96a auf die Autobahn verlagert. Deshalb soll die B 96a ‚rückgebaut‘ werden. Die Nutzung einer Fahrspur für die Radfahrenden ist daher die logische Folge. Die Einrichtung der Radfahrstreifen kann aus Kapazitätsgründen nur schrittweise erfolgen.“

Entschieden wird darüber aber in der Senatsverwaltung für Verkehr. Und dort wird der Rückbau der B 96a wegen des weiterhin hohen Verkehrsaufkommens nicht aktiv betrieben. Dass der Pop-up-Radweg, der nur stadtauswärts besteht, ein paar hundert Meter vor der Kreuzung zur Dörpfeldstraße endet, erklärt die Verwaltung mit Zeitnot: „Anpassungen an Lichtsignalanlagen sind komplex und zeitintensiv, diese wurden deshalb (…) zunächst außen vor gelassen.“

Radfahrspur wird verlängert. Für eine dauerhafte Lösung spricht dagegen, dass die Verwaltung an dem Plan festhält, im Abschnitt zwischen S-Bahnhof Adlershof und der Kreuzung zur Köpenicker Straße eine Fahrspur für Radfahrer zu reservieren, und zwar dauerhaft. Auf diesem Abschnitt wurde der gemeinsame Geh- und Radweg schon aufwendig saniert, mit perfekt ebenem Asphalt für Radfahrer. Künftig sollen hier aber nur Fußgänger unterwegs sein. Wie auf dem längeren Abschnitt zwischen Schöneweide und Adlershof stellt sich die Frage: Wer geht hier freiwillig spazieren? – Text: Thomas Loy
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