Namen & Neues
Görlitzer Bahndamm zu schmal für geplanten Radschnellweg
Veröffentlicht am 17.08.2020 von Thomas Loy
Erstmal vorweg: Die Y-Trase, der Radschnellweg aus dem Südosten in die Innenstadt, soll kommen, aber „nicht vor 2022“. Gemeint ist damit der Baubeginn. Übrigens sind im Herbst 2021 mal wieder Wahlen in Berlin. Vielleicht bremst eine neue Koalition die Schnellweg-Projekte noch aus, wenn die Coronakrise voll auf die Finanzen durchschlägt. Eine Machbarkeitsstudie liegt seit Juni vor, wie das Bezirksamt auf Anfrage des CDU-Verordneten Dustin Hoffmann erklärt, sie wird nun von den Beteiligten geprüft, also Bezirke und Senatsverwaltungen
TreKö hat schon mal die Vorzugstrasse moniert. Das beauftragte Planungsbüro schlägt vor, den Schnellweg auf dem Görlitzer Bahndamm zu bauen, das macht auch Sinn, denn der wird ab Elsenstraße ohnehin schon als Fuß- und Radweg genutzt und hat eigene Brücken über die zu querenden Straßen. Problem nur: diese Brücken müssten nach Einschätzung des Bezirksamts neu gebaut werden. Und: Der Bahndamm würde einen Teil seiner Bäume und Sträucher verlieren, „um die Fahrbahn des Radschnellweges mit einer durchgängigen Breite von vier Metern realisieren zu können.“
Variante Kiefholzstraße. Das Bezirksamt schlägt deshalb vor, den Radschnellweg entlang der Kiefholzstraße zu führen, die hat noch Kapazitäten. Erst vorm Landwehrkanal sollte die Trasse auf die Brücke zum Görlitzer Park wechseln. Nachteil: Die zu querenden Straßen müssten per Ampel geregelt werden, was aus dem Schnellweg einen Bremsweg machen würde.