Namen & Neues

Anwohner klagen über besetzte Parkplätze

Veröffentlicht am 11.01.2021 von Thomas Loy

Wem gehört die Stadt? Und wem die Straßen? In Altglienicke werden diese Fragen neuerdings sehr konkret diskutiert. Anwohner beklagen fehlende Parkplätze am Straßenrand. Dabei gibt es welche: Die befinden sich in den Tiefgaragen der neuen Häuser der Siedlung Altglienicker Höfe an der Ortolfstraße, gebaut von der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land. Aber die kosten Geld. Zu teuer, sagen die Mieter und parken lieber dort, wo es nichts kostet.

Eine Bewohnerin des Dankmarsteigs beschwert sich: „Oft kommt es zum ärgerlichen Chaos, weil man vor seinem eigenen Haus weder be- noch entladen kann. Fremde Fahrzeuge stehen wochenlang vor unseren Haustüren und Straßen (für die wir übrigens Straßenreinigungsgebühren bezahlen müssen) und angesprochene Fahrzeughalter pochen auf ihr Recht.“ Dass die Straßenreinigungsgebühren ärgerlich sind, wenn davon vor allem fremde Autofahrer profitieren, kann man ein wenig verstehen, dennoch gilt das Recht der frühen Ankunft: Wer zuerst kommt, parkt.

65 Prozent der Stellplätze sind vermietet. BVV-Verordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten, Tino Oestreich (Linke), kennt das Problem schon länger. Er kann den Frust der Alt-Anwohner nachvollziehen. Man habe den zuständigen Stadtrat für Bauen und Verkehr, Rainer Hölmer (SPD), gebeten, mit der Stadt und Land zu reden. Ob das schon geschehen sei, wisse er nicht, sagte Oestreich. Und was sagt Stadt und Land? Die Stellplätz würden separat vermietet und stünden auch anderen Interessenten zur Verfügung, sagt Anja Libramm von Stadt und Land. Die derzeitige Vermietungsquote betrage etwa 65 Prozent. Oberirdische Stellplätze kosteten 50, unterirdische 80 Euro im Monat. Daran soll sich offenbar in absehbarer Zeit nichts ändern.

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