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Treptow-Köpenick bereitet die Mobilitätswende vor – gaaanz langsam

Veröffentlicht am 19.07.2021 von Simone Jacobius

Wer in den Randbezirken aufs Auto verzichten will, muss lange Fahrzeiten in Kauf nehmen. Gerade Bewohner von Ortsteilen ohne S-Bahn-Anschluss benötigen viel Zeit, um in die Innenstadt zu kommen. Um zumindest teilweise umweltfreundlich zu fahren, müssten mehr Park-and-Ride-Plätze geschaffen werden. Der CDU-Abgeordnete Maik Penn hat mal bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen nachgehakt, wie das mit zusätzlichen Parkplätzen für Autos und Fahrräder im Bezirk aussieht. Noch nicht dolle! Aber, so Staatssekretärin Regula Lüscher, man sei dabei, Bedarfsanalysen zu erstellen. Auf deren Grundlage soll dann von der landeseigenen Firma InfraVelo ein Konzept für Fahrradabstellanlagen entwickelt werden. 

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Pkw-Parkplätze entstehen hingegen nur, wenn der Bahnhof ohnehin umgebaut wird. Beispielsweise jetzt in Schöneweide. In Adlershof und Friedrichshagen gab es bereits eine Erweiterung. Auch am S-Bahnhof Köpenick ist im Rahmen des geplanten Umbaus (bis 2027) und der Bebauung des Entwicklungsgebietes Güterbahnhof Köpenick eine Neuanlage und Ergänzung des Parkplatzangebotes geplant. Sind ja nur noch ein paar Jahre Durststrecke …

Mir persönlich fehlt ja ein Konzept für den Bahnhof Hirschgarten, der zumindest für uns Müggelheimer und die Allender der am schnellsten erreichbare S-Bahnhof ist. Die armen Anrainer haben ständig mit einer vollgeparkten Straße zu kämpfen, parkplatzsuchende Spätaufsteher mit endlos langen Fußwegen zum Bahnsteig, weil die Straße bereits vollgeparkt ist.

Nochmal zum geplanten Umbau des Bahnhofs Köpenick. Der neue Regionalbahnsteig erhält, ebenso wie der benachbarte S-Bahnsteig, direkte Zugangsmöglichkeiten von der Westseite der Bahnhofstraße, so dass der Umstieg auf die dort verkehrenden Straßenbahn- und Buslinien verbessert wird. 

Zusätzlich wird an den östlichen Enden des S- und Regionalbahnsteigs ein weiterer Fußgängertunnel zwischen Stellingdamm und Elcknerplatz errichtet, so dass auch dort ein kurzer Umstieg zwischen den Linien der S3 und des RE1 möglich ist und zudem eine gute Erreichbarkeit der neuen Siedlungsbereiche des städtebaulichen Entwicklungsgebietes auf dem ehemaligen Güterbahnhof gewährleistet wird. Generell soll auch die Umsteigemöglichkeit zu Straßenbahn und Bus verbessert werden, so Lüscher. Zumindest ein Bahnhof wird ja dann im Sinne der Fahrgäste schick und bequem gemacht. Sind ja nur noch sechs Jahre … – Foto: Bernd Friedel/Imago