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SG Hirschgarten kämpft weiter für Schadenersatz

Veröffentlicht am 06.03.2023 von Simone Jacobius

Am Montag hatte der Vorsitzende des Vereins, Eberhard Nitsch, ein Treffen mit einem Vertreter der Senatsverwaltung, dem Sportamt und der Brückenbaufirma. Wie bereits mehrfach berichtet, sackte das Vereinsgebäude bei den Arbeiten zur Salvador-Allende-Brücke ab. Einen adäquaten Ersatz soll es nicht geben.

Hitzige Debatte. „Ich habe auf dem Standpunkt beharrt, dass nach dem endgültigen Abriss dafür Sorge getragen werden muss, dass wir eine tragbare Fläche für unser Leichtbauhaus erhalten”, sagt Nitsch. Er ist nicht gewillt, sich billig abspeisen zu lassen. Jetzt wird in der Senatsverwaltung geklärt, ob die Kosten zumindest dafür getragen werden, wenn schon nicht für einen adäquaten Ersatzbau.

Es ist wie der bekannte Kampf gegen die Windmühlen der Bürokratie. „Aber ich werde weiter kämpfen, bis wir zu einem für uns halbwegs befriedigendem Ergebnis kommen”, sagt der Vereinsvorsitzende. Denn die Entschädigungssumme reicht nicht für den Neubau. Gerade mal 31.076,00 Euro hat Staatssekretärin Meike Niedbal dem Verein als Entschädigung avisiert.

Kompromiss angeboten. Die Kosten für den Neubau eines Vereinshauses würden jedoch nach Schätzung eines Ingenieurbüros zwischen 350- und 400.000 Euro liegen. Illusorisch für den Verein. „Als Kompromiss haben wir uns in unserer letzten Jahreshauptversammlung des Vereins darüber geeinigt eine Kosten sparende Leichtbauweise anzustreben. Da wir für unsere Terrasse die als Baufläche genutzt werden musste eine Entschädigungssumme von 62.832 Euro vertraglich von der SenUMVK zugesichert bekommen haben, wären wir bereit auf die Terrasse zu verzichten wenn das Geld für das Vereinshaus genutzt werden kann”, hat Nitsch in einem Brief an Staatssekretärin Nicola Böcker Giannini in der Senatssportverwaltung geschrieben.

Zugesagtes Geld umwidmen. Denn auch diese kostensparende Variante würde 130- bis 180.000 Euro kosten. 60.000 Euro vertraglich zugesichertes Terrassengeld und die 30.000 Euro Entschädigung hätten sie dann schon mal. Jetzt hofft der Verein auf ein Entgegenkommen des Senats in der Hinsicht, dass zumindest der Baugrund ordentlich gemacht wird.

Auch in Sachen Heizung läuft es nicht. Während Staatssekretärin Meike Niedbal in ihrem Schreiben an Sportstadtrat Marco Brauchmann (CDU) davon ausgegangen ist, dass die autarke Wärmeversorgung des Haupthauses gewährleistet ist, dementiert das der Verein: „Die Gastherme die im abgerissenen Vereinshaus und im Haupthaus die Wärmeversorgung gewährleistet hat, konnte vor dem Abriss nicht ausgebaut werden da akute Einsturzgefahr bestand. Wir heizen noch immer mit unseren Ölradiatoren die Toiletten und Dusche im Haupthaus damit keine Frostschäden entstehen da diese die einzigen Sanitärobjekte im Verein sind.” Das einzige, was vom Senat finanziert wurde, waren Stromverbrauchszähler und Steckdosenthermostate im Gesamtwert von 82,83 Euro. Na wenn das mal nicht eine üppige Wiedergutmachungsanzahlung ist…