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Anwohner fordern sofortige Verkehrsberuhigung in Späthsfelde
Veröffentlicht am 16.10.2023 von Julia Schmitz
„Es gibt ein akutes Sicherheitsproblem im Ligusterweg zwischen Johannisthaler Chaussee und Späthstraße: Gefahr für Leib und Leben“, heißt es in der Petition, welche Bürgerinitiative Späthsfelde e.V. im Juni gestartet hat. Darin fordern sie ein Ende des Durchgangsverkehrs rund um den Ligusterweg, den zahlreiche Autofahrende als Umgehung von Staus auf der A113 nutzen.
„Seitdem die A 113 ständig überlastet oder gesperrt ist, wird in den Morgen- und Abendstunden die Anwohnerstraße einer Siedlung (Ligusterweg) als Ausweichstrecke für die Autobahn von tausenden Fahrzeugen täglich genutzt“, schreiben die Anwohnenden weiter. Ständig gebe es dort Unfälle mit Sachbeschädigung und Personenschaden, teilweise rasten die Autofahrerinnen und -fahrer mit bis zu 100 km/h oder mehr durch die Nachbarschaft und gefährdeten damit vor allem Rentner, Kinder, Zufußgehende und Radfahrende. Erlaubt sind dort 30 km/h.
Um die Situation schnellstmöglich zu entschärfen, fordern sie unter anderem Fahrbahnverengungen, deutlichere Hinweise auf die Geschwindigkeitsbegrenzung mit Dialogdisplays und Markierungen auf dem Boden sowie Bedarfsampeln. Auch ein Durchfahrtsverbot für Lkw oder alternativ für alle, die nicht im Viertel wohnen, käme für sie in Betracht.
Was für die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Späthsfelde tägliche Realität ist, scheint beim Senat und dem Bezirksamt unbekannt zu sein. Auf die Anfrage der Linken-Abgeordneten Katalin Gennburg, ob ihnen der Ligusterweg als Ausweichstrecke bekannt sei, heißt es: „Nach Auskunft des Bezirksamts Treptow-Köpenick besteht stadteinwärts keine Abfahrmöglichkeit, um von der A113 über die Anschlussstelle Johannisthaler Chaussee abzufahren und dann weiter über Ligusterweg und Späthstraße an der Anschlussstelle Späthstraße wieder auf die 113 aufzufahren. Stadtauswärts besteht nach dem Durchfahren von Späthstraße, Ligusterweg und Johannisthaler Chaussee keine Möglichkeit wieder auf die A113 aufzufahren (fehlende Auffahrt).“
„Gemessen an der Dringlichkeit sind die Aussagen der Verkehrsverwaltung eine Frechheit“, so Katalin Gennburg. „Fragen Sie dazu gern mal die betroffenen Anwohner*innen vor Ort – da möchte sich sicherlich niemand erklären lassen, dass es das Problem theoretisch gar nicht gibt!“
Die benötigten Unterschriften für einen Einwohnerantrag in der Bezirksverordnetenversammlung hat die Bürgerinitiative bereits erreicht, am heutigen Montag treffen sich die Mitglieder außerdem mit Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD), um ihn von ihren Forderungen zu überzeugen.