Sport

Veröffentlicht am 09.09.2019 von Thomas Loy

Nach dem 3:1-Sieg im Testspiel gegen den Drittligisten Chemnitzer FC  am Donnerstag hatte Union-Trainer Urs Fischer seinen Spielern drei Tage Erholungsurlaub verordnet. Am heutigen Montag begann dann wieder das reguläre Training für das Heimspiel am Samstag gegen Werder Bremen. Das Derby gegen Hertha soll nun am 2.  November stattfinden. Hertha hatte den 9. November vorgeschlagen, wegen 30 Jahre Maueröffnung, bei Union-Präsident Dirk Zingler war die Idee aber nicht gut angekommen. tagesspiegel.de

Der Verein überlegt, einen zweiten Zugang zum Stadiondach zu schaffen, bisher gibt es nur einen einzigen Zugang hinterm Gästeblock. Das sind die Konsequenzen, die Union aus den Vorfällen beim Spiel gegen Dortmund zieht. Beim Verlassen des Stadiondachs – dort hatten Union-Ultra-Fans ein großes Transparent angebracht – fühlten sich Dortmund-Fans provoziert. Es kam zu Rangeleien, die Polizei griff ein, weitere Union-Fans stürmten heran, das Chaos wurde größer, die Polizei versprühte Reizgas, nahm einige Dortmund-Fans vorübergehend fest. Aus Sicht des Vereins und der Union-Fans ein dummes Missverständnis, für Polizei und Presse zunächst nicht wirklich durchschaubar. Meine Formulierung, es habe sich um „Ausschreitungen der Union-Ultras“ gehandelt, provozierte einigen Unwillen unter den Unionern, diese einseitige Darstellung nehme ich hiermit zurück.

Der massive Polizeieinsatz mit Pfefferspray erschien einigen Fans überzogen. „Es gab zwar einige recht aufgebrachte Fans auf beiden Seiten. Aber die Plexiglasscheibe zwischen Sektor 4 und dem Gästeblock ist durchaus stabil und die sichtbare Präsenz der Polizei wäre ausreichend gewesen“, berichtet Andreas M. Allerdings, findet ein anderer Stadionbesucher, hätte es der Verein ahnen können, dass ein Abstieg vom Dach hinterm Gästeblock ein gewisses Risiko in sich birgt. Bei zwei Gastspielen in Dortmund hätten Union-Ultras „erbeutete“ Fan-Utensilien der Dortmunder in ihrem Block aufgehängt und teilweise auch verbrannt, was einer „Höchststrafe“ gleichkomme und Gegenreaktionen hervorbringe. Bislang habe es nie Probleme bei den eher seltenen sogenannten Dach-Choreos gegeben, sagte Unions Sprecher Christian Arbeit, aber bislang war man eben in der Zweiten Liga.

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