Sport

Veröffentlicht am 06.04.2020 von Thomas Loy

Appell an die Wassersportvereine: Bezirksamt und Wasserschutzpolizei haben klargestellt, dass alle Vereinsgelände gesperrt sind. Das heißt die Mitgliedern dürfen die Gelände nicht betreten, auch nicht, um die Boote für die Saison vorzubereiten. Weil einige Segler nicht einsehen wollten, dass sie auch nicht alleine oder zu zweit aufs Gelände zu ihren Booten dürfen, haben einige Vorstände schon die Schlösser ausgetauscht. Vereinsberater Heidolf Baumann vom Bezirkssportbund appelliert an die Vereine, sich an die Corona-Regeln zu halten.

Corona-Updates vom Seglerverband. Am Freitag kam dann die überraschende Nachricht vom Berliner Seglerverband, die Wasserschutzpolizei habe die Regeln gelockert. Individuelle Touren im Vereinskanu oder Reparaturen an den Booten seien nun wieder erlaubt. Doch am Samstag stellte der Verband das „Corona-Update VI“ ins Netz: „Wir leben in stürmischen Zeit und wissen zurzeit leider nicht, wohin der Wind dreht. Der Vizepräsident des Landessportbundes Berlin (LSB), Karsten Finger, hat auf Anfrage eines Rudervereins folgendes geschrieben: ‚Die Verlautbarung der Wasserschutzpolizei war mit der Senatsinnenverwaltung nicht abgestimmt und die Senatsverordnung untersagt weiterhin den Vereinssport…. Der LSB verhandelt aktuell mit dem Senat über Öffnungsklauseln, da wird der Wassersport dabei sein. Diese Verhandlungen sollten wir aber abwarten.“ segler-verband.de

Warnung vor Langfingern. Nach Angaben von Heidolf Baumann organisieren viele Vereine einen Sicherheitsdienst, um Langfinger vom Gelände fernzuhalten oder zu prüfen, ob es Schäden an Leitungen oder Gebäuden gibt – das müsse trotz der Corona-Regeln weiterhin möglich sein. So könnten einzelne Mitglieder auch kurz nach ihren Booten sehen. Erlaubt sind ausdrücklich das Reinigen, Slippen und Kranen von Booten, solange es gewerblich ist. Auch mit mehr als zwei Personen. Wer es sich leisten kann, eine Firma anzuheuern, ist hier klar im Vorteil. segler-verband.de

Weil natürlich vorerst keine Regatten stattfinden können, hat der Berliner Seglerverband auf E-Sailing umgeschaltet – das geht schließlich von zu Hause aus. Wer beim Wettsegeln am Bildschirm mitmachen möchte, sollte auf diese Seite surfen.