Kiezgespräch

Veröffentlicht am 25.05.2020 von Thomas Loy

Warten auf Matratzen aus Frankreich. Einen kompletten Shutdown gab es nicht im Hotel Spree-Idyll am Müggelseedamm in Berlin-Friedrichshagen, aber das Ende der Corona-Beschränkungen bei der Vermietung war dann doch ein herbeigesehnter Termin.

Seit Montag dürfen Berliner Hotels wieder Touristen empfangen, was die Auslastung des Familienbetriebs von unter zehn auf immerhin 50 Prozent hochschnellen ließ. „Viele, die eigentlich Ostern kommen wollten, holen das jetzt nach“, sagt Hotelmanager Robin Luckau. „Geburtstagsfeiern nachholen und Enkel besuchen, das läuft jetzt an.“ In der Coronazeit durften sie nur Geschäftsreisende aufnehmen.

Die Gäste können jetzt wieder ins Restaurant gehen oder ein Boot mieten, nur der Betrieb von Sauna und Fitness nebenan ist weiterhin geschlossen. Etwas Kopfzerbrechen macht Luckau noch das Frühstück. Ein Buffet ist wegen der Hygieneregeln nicht mehr erlaubt.

Und noch was hakt: Für die zwölf neuen Zimmer, die bei der Hotelerweiterung entstanden sind, fehlt noch eine Matratzenlieferung aus Frankreich. Natürlich gibt es auch dafür nur einen Schuldigen. Das Virus.

 

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