Kiezgespräch

Veröffentlicht am 20.07.2020 von Simone Jacobius

Jetzt stromern sie wieder. Und zwar nicht da, wo sie hingehören, sondern durch die Straßen. Wildschweine sind wieder verstärkt im Siedlungsgebiet unterwegs. Die Frischlinge haben bereits eine stattliche Größe erreicht und, wie es bei Halbwüchsigen so ist, einen tierischen Hunger. Weil sich solche Teenies gerne an den gedeckten Tisch setzen, sind doch Siedlungen einfach ideal. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Müll- und Biotonnen finden die Schweine großartig. Sie sind leicht umzuschmeißen, man kann seinen Rüssel so wunderbar darin wühlen und findet immer etwas. Auch die Frühäpfel, die jetzt vom Baum fallen, schmecken großartig.

Damit die Straßen nicht wie Mülldeponien aussehen, sollten die Tonnen an den Abholtagen besser erst morgens rausgestellt und Fallobst regelmäßig aufgesammelt werden. Blöd, wenn die „Orangemänner” zu solch unchristlichen Zeiten wie bei uns kommen – 6.30 Uhr ist nicht meine Zeit. Schön, wenn man dann frühaufstehende liebe Nachbarn hat. Ich kann nur sagen: eine gut funktionierende Nachbarschaft ist wahrlich Gold wert. Nicht nur in Sachen Wildschweinschutz!

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  • Umsatteln dank Corona
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  • Historisches Pflaster in Friedrichshagen wird aufgerissen
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  • Inseltraum im Seddinsee
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  • Kirche im Container
  • Mein Tipp: Einfach übers Wasser laufen
  • Wenn die Wildschweine durch die Straßen ziehen