Nachbarschaft

Veröffentlicht am 25.03.2019 von Thomas Loy

Lutz Längert, 63, Kulturmanager von Moving Poets in Niederschöneweide

Die Novilla in der Hasselwerder Straße, Niederschöneweide, wird als „internationales Kulturzentrum“ beworben, soll aber doch und vor allem regionale Anziehungskraft entfalten. „Das ist gar nicht so einfach“, sagt Lutz Längert von den Moving Poets, die als Kulturverein die Villa mit Leben füllen. Viele kulturaffine Menschen im Bezirk hätten sich daran gewöhnt, ihren Kulturhunger in benachbarten Bezirken zu stillen.

Längert hat mal Soziologie in studiert, damals gab es noch die DDR, Schöneweide kannte er damals nur vom Vorbeischippern auf einem Weiße-Flotte-Dampfer. Nach der Wende stieg er beim Theater ’89 ein und blieb dort bis 2007. Dann machte ihn ein Freund auf die bislang kulturell etwas abseits gelegene Landschaft an der Oberspree aufmerksam. Längert gründete mit anderen den Industriesalon, schob das Kunstfestival Kunst am Spreeknie an und wechselte dann in das Novilla-Team, das 2014 den Verkauf der alten Fabrikantenvilla verhindern konnte. Die Villa gehört noch dem Bezirk, soll aber, so erzählt Längert, noch in diesem Jahr von der Senatskulturverwaltung übernommen werden. Was das für den Trägerverein Moving Poets bedeutet, sei noch völlig unklar. Erstmal läuft das Programm weiter wie bisher. moving-poets-programm

Foto: A. M. Kahn

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