Namen & Neues
„Wasserklops“ sprudelt - aber der Brunnen am Lehniner Platz liegt trocken
Veröffentlicht am 10.07.2020 von Cay Dobberke
Der Weltkugelbrunnen alias „Wasserklops“ auf dem Breitscheidplatz ist mit einiger Verspätung in die Brunnensaison gestartet. Im Namen des Bezirksamts nahm Stadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) die 1983 von Joachim Schmettau gestaltete Anlage heute wieder in Betrieb. Wegen technischer Mängel war monatelang fraglich geblieben, wann es dazu kommen kann.
Um die Reparaturkosten gibt es seit dem Frühjahr ein Behördenpingpong. Bau- und Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) sagte damals, wegen der sanierungsbedürftigen Brunnen auf dem Breitscheidplatz und Ernst-Reuter-Platz führe man mit den Berliner Wasserbetrieben „eine ständige Auseinandersetzung darüber, wer was machen muss“. Das Landesunternehmen sehe sich nur zu kleinen Instandsetzungen verpflichtet. Eine Grundsanierung des Wasserklopses würde eine Summe „in Millionenhöhe“ kosten, die der Bezirk nicht aufbringen könne. Trotz der Schäden funktioniert der Brunnen noch. „Sofern keine größeren Störfälle auftreten“, soll er bis Ende September sprudeln.
Auf dem Lehniner Platz ist dies noch unmöglich. Am 19. Juni meldeten wir, dass die Berliner Wasserbetriebe den dortigen Brunnen am Rande des Kurfürstendamms „in der kommenden Woche“ in Betrieb nehmen wollen. Dann aber stellte sich heraus, dass der Wasserzufluss unterbrochen ist. Nebenan entsteht gerade ein neues Café. Sprecherin Astrid Hackenesch-Rump von den Wasserbetrieben sagt, nach mehreren Ortsterminen, auch mit Bezirksamtsvertretern, sei man „leider noch nicht schlauer“. Nach ihrer Kenntnis will das Bezirksamt nun gemeinsam mit der Baufirma klären, ob das Rohr „vielleicht unbemerkt beschädigt“ oder „nach einer Beschädigung nicht fachgerecht repariert“ wurde.