Namen & Neues
Bauarbeiten im Schoeler-Schlösschen gehen weiter
Veröffentlicht am 15.01.2021 von Cay Dobberke
Die Sanierung des Schoeler-Schlösschens an der Wilhelmsaue soll endlich abgeschlossen werden, damit das älteste erhaltene Wohnhaus in Wilmersdorf als Kulturstätte dienen kann. Der Baubeginn in dem landeseigenen Baudenkmal sei für den kommenden November geplant und die Fertigstellung für das Jahr 2023, sagte Kulturstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) im zuständigen BVV-Ausschuss.
Man warte nur noch auf den endgültigen „Startschuss des Bundes“. Im Frühjahr 2019 hatte der Bundestag rund 1,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ freigegeben. Die Gesamtkosten werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt, die Differenz finanziert Charlottenburg-Wilmersdorf aus seinem Haushalt.
Vor dem Schoeler-Schlösschen will das Bezirksamt ein Plakat mit einem „Zeitstrahl“ zur Restaurierung anbringen und die Bürger mit Fotos über die Fortschritte informieren. Zusätzlich sei angedacht, Ansprechpartner in einem provisorischen Containerbau unterzubringen, sagte Heike Schmitt-Schmelz.
Seinen Namen verdankt das Schoeler-Schlösschen, das keineswegs einem Schloss ähnelt, dem Augenarzt Heinrich Schoeler. Ende des 19. Jahrhunderts hatte er das Haus und den Park dahinter erworben. Die Anfänge des Gebäudes reichen bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Nach einem Brand im Jahr 2003 stand es leer, bis das Kulturamt und Künstler ab dem März 2019 erste Ausstellungen und andere Veranstaltungen anboten.
Ein paar Jahre zuvor hatte die Stiftung Denkmalschutz Berlin das Haus außen saniert. Dann aber ging ihr das Geld aus, und das Innere blieb eine Baustelle. Mehrere Förderanträge des Bezirksamts bei der Lottostiftung Berlin blieben erfolglos. Die Idee einer Bürgerinitiative für ein selbstverwaltetes sozio-kulturelles Zentrum lehnte Stadträtin Schmitt-Schmelz ab.