Namen & Neues

Spreepfad wird doch kein Fahrradschnellweg

Veröffentlicht am 08.07.2022 von Cay Dobberke

Nach vielen Protesten verzichten die Senatsverkehrsverwaltung und die landeseigene Planungsgesellschaft Infravelo darauf, den als „Spreepfad“ bekannten Uferweg zwischen dem Schlosspark Charlottenburg und Ruhleben für den Radverkehr auszubauen. Stattdessen soll eine Fahrrad-Vorrangroute am Spandauer Damm entlangführen. Diese Lösung habe das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf in Verhandlungen erzielen können, sagte Umwelt- und Verkehrsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) im zuständigen BVV-Ausschuss.

Naturschutz-Initiativen hatten befürchtet, dass die Urwüchsigkeit des Spreepfads verloren gehe und es dort zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Fußgänger:innen kommen werde (wir berichteten). Auch Schruoffeneger teilte diese Sorgen. Das Umweltamt wies die Senatsverwaltung und Infravelo darauf hin, dass „der Weg in weiten Teilen als Grünanlage ausgewiesen ist“. Die Einigung bedeutet nicht, dass der Spreepfad völlig unverändert bleibt. Denn an manchen Stellen soll der schmale und etwas holprige Weg barrierefrei gestaltet werden.