Namen & Neues
Ökowerk und Teufelsberg im Grunewald sollen besser erreichbar werden
Veröffentlicht am 28.10.2022 von Cay Dobberke
Eine „bessere Anbindung“ des mitten im Grunewald gelegenen Naturschutzzentrums Ökowerk Berlin an den öffentlichen Nahverkehr hatte sich Geschäftsführerin Heidrun Grüttner zu Beginn dieses Jahres in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel gewünscht. Ihr Wunsch wurde erhört. Am vergangenen Mittwoch stimmte der Stadtentwicklungsausschuss der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf mit großer Mehrheit für einen Antrag der Linksfraktion.
Das Bezirksamt soll sich bei der BVG und beim Senat für eine öffentliche Nahverkehrsverbindung einsetzen, die über die Teufelsseechaussee zum Teufelsberg und zum benachbarten Ökowerk führt. Auch der BVV-Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Verkehr hat schon zugestimmt. Lob gab es außerdem von einer Seniorenvertreterin.
Damit ist klar, dass die Bezirksverordnetenversammlung voraussichtlich im November einen entsprechenden Beschluss fassen wird. Allerdings kann Charlottenburg-Wilmersdorf die BVG nicht selbst beauftragen. Dies müsste die Senatsverkehrsverwaltung übernehmen.
Bisher kommen viele Besucher:innen des Ökowerks und des Teufelsbergs mit dem Fahrrad. Andere steigen an den S-Bahnhöfen Grunewald oder Heerstraße aus und laufen durch den Wald. In beiden Fällen ist der Fußweg jedoch mehr als zwei Kilometer lang. Die Teufelsseechaussee ist als Fahrradstraße ausgewiesen. Motorisierter Verkehr ist eigentlich nur Anliegern erlaubt – was zahlreiche Autofahrer:innen allerdings ignorieren.
Welche Möglichkeiten es dort für öffentlichen Nahverkehr gibt, ist noch unklar. Ursprünglich hatten die Linken beispielsweise „eine Änderung der Buslinie 349“ angeregt, deren Route zwischen Theodor-Heuss-Platz und S-Bahnhof Grunewald verläuft. Dieser Vorschlag wurde während der Ausschussberatungen aus dem Antrag gestrichen.
Ökowerk-Leiterin Grüttner hält nicht unbedingt eine permanente Buslinie für nötig, sondern kann sich auch Shuttle-Busse vorstellen, die je nach Bedarf verkehren. Ihr gehe es nicht zuletzt um Schulklassen, hatte sie dem Tagesspiegel gesagt. Denn bei einer Wanderung von einem der zwei S-Bahnhöfe zum Naturschutzzentrum würden diese oft „unruhig“.