Kiezgespräch

Veröffentlicht am 29.05.2020 von Cay Dobberke

„Macht die Havelchaussee zur Fahrradstraße!“ Das fordert der Berliner Journalist Jan-Eric Peters in einer Online-Petition, der sich bisher rund 2500 Unterstützer angeschlossen haben. Die 7,8 Kilometer lange Straße, die in Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf durch den Wald führt, sei die „schönste und beliebteste Radstrecke der Stadt“, heißt es. „Für den Durchgangsverkehr wird sie nicht gebraucht, die Avus verläuft fast parallel.“ Ausflugsziele wie der Grunewaldturm könnten auch mit der Buslinie 218 erreichbar bleiben und Anlieger vom Fahrverbot ausgenommen werden.

Ein Interview mit Jan-Eric Peters hat mein Kollege Boris Buchholz für seinen Leute-Newsletter aus Steglitz-Zehlendorf geführt, hier können Sie es lesen. Peters war Chefredakteur der Zeitung „Die Welt“, ist derzeit in einem Sabbatical und kehrt im Juni in den Axel Springer Verlag zurück. In Berlin sei er mehr mit dem Rad als mit dem Auto unterwegs, sagt Peters. Auf der Havelchaussee gebe es besonders an Wochenenden viel Verkehr. „An Himmelfahrt war die Hölle los.“ Das Tempo-30-Limit werde von Auto-  und Motorradfahrern häufig überschritten. Gefährlich seien auch die zu geringen Abstände beim Überholen, „weil die Straße schmal ist und viele Autofahrer keine Lust haben, den Schlangen an Radfahrern hinterher zu zuckeln“.