Namen & Neues
Neubauvisionen für die RAW-Insel: Anwohner*innen fühlen sich nicht ausreichend beteiligt
Veröffentlicht am 19.05.2022 von Corinna von Bodisco
Ein 100-Meter-Hochhaus, eine Markthalle, zwei Tiefgaragen – die Pläne für das RAW-Gelände an der Warschauer Straße werden konkreter. Am Dienstagabend wurde im Astra Kulturhaus vorgestellt, wie das Areal zukünftig aussehen könnte. Doch vor allem das Hochhaus, die Tiefgaragen und die Baumasse stießen bei einigen der etwa 200 Teilnehmenden auf Abneigung.
- Meinen Bericht zur Veranstaltung können Sie auf Tagesspiegel Plus lesen. Mit dabei waren neben den Planer*innen der Architektenbüros auch Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne), Investor Lauritz Kurth von der Göttinger Kurth-Gruppe und Florian Falkenhagen vom Cassiopeia-Club.
- Hohe Baumasse: Wenn Sie Revue passieren lassen mögen, wie es damals beim Aufstellungsbeschluss in der Bezirksverordnetenversammlung ablief, empfehle ich Ihnen diese Nachlese aus dem Newsletter: Im Beschluss war von einer Baumasse von rund 149.000 qm die Rede. Das entspricht einer Geschossflächenzahl von 2,9 und der sechsfachen Baudichte, die aktuell auf dem Gelände steht (man beachte, dass auch in die Höhe gebaut wird).
„Fehlende Beteiligung der Nachbarschaft in den Werkstätten“ des Masterplanverfahrens der Kurth Gruppe, heißt es in einer Mitteilung des Stadtteilbüro Friedrichshain. In der Einladung steht, dass das neue Konzept „in Abstimmung und Einbindung des Bezirks sowie ausgewählten Vertreter*innen der Anrainerschaft […] gefunden wurde“. Auf Nachfrage des Stadtteilbüro Friedrichshain, ob die Vertreter*innen der Anrainerschaft benannt werden können, wurden ausschließlich Nutzer*innen-Vertreter*innen vom RAW-Gelände genannt.
Das Stadtteilbüro fordert die Kurth Gruppe auf, „den nicht erfolgten Einbezug des Stadtteils nachzuholen, um das bestehende Zielkonzept in einem Workshop zu erörtern“.