Namen & Neues

Mit Google gekuschelt: Warum Linksradikale nicht mit Sozialarbeiter*innen von Karuna arbeiten möchten

Veröffentlicht am 11.02.2019 von Robert Klages

Karuna, ein Reinickendorfer Verein, der sich um Kinder und Jugendliche in Not kümmert, hat mit Google gekuschelt. Hier nachzulesen. Nun hat Karuna Interesse an dem derzeit besetzten Schiff Freibeuter auf dem Rummelsburger See. Der Verein würde einen Kredit aufnehmen, um auf dem Schiff ein Projekt für jugendliche Obdachlose zu entwickeln. Allerdings nur an einem anderen Liegeplatz. Alles wie berichtet. Nun steht man auf dem Schiff vor der Frage, ob man mit „Google-Kuschler“ Karuna zusammenarbeiten möchte. Immer noch besser als eine Räumung und Verschrottung des Schiffes?

„Wie sieht es also aus? Kommt jemand mit 500.000 Euro um die Ecke, um Karuna zu verhindern?“, schreibt das Kollektiv „Staub zu Glitzer“, zuständig für Pressearbeit und Kommunikation der „Freibeuter“. Das Kollektiv hatte auch mal die Volksbühne besetzt. Dort gab es Volksküche von der „Kultur Kombüse“. Die haben sich wiederum später auf der Freibeuter angesiedelt und derzeit noch einen Mietvertrag mit dem Vormieter des Schiffes.

„Lieber Verschrottung als über drei Ecken mit Google in Verbindung gebracht zu werden?“, heißt es weiter. „Wie konsequent kann eine linksradikale Haltung sein innerhalb dieses falschen Systems? Wie weit darf Opportunismus gehen? Was denkt ihr?“

„Gebt Karuna eine Chance“, lautet ein Facebook-Kommentar. „Wegen jedem Scheiß gleich zu sagen: Verhindern! ist echt übertrieben. Ich arbeite schon seit längerem mit Karuna zusammen und finde die Idee dahinter verdammt gut.“

„Man sollte die Strukturen des Systems erst mal benutzen“, antwortet jemand. „Bis wir frei von ihnen sind … vielleicht sponsert Google ja was, Grüße aus dem Untergang.“

Grüße zurück. Es gibt kein falsches Leben ohne Leben.

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