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Keine neuen Ermittlungsergebnisse im Fall Burak Bektas

Veröffentlicht am 15.05.2019 von Madlen Haarbach

Die Ermittlungen zum Mord an dem 22-jährigen Burak Bektaş vor sieben Jahren dauern an. Konkrete Ermittlungsergebnisse gibt es weiterhin nicht. Das zeigt die Antwort des Senats auf eine Anfrage der Abgeordneten Anne Helm (Linke). Demnach gab es seit dem 12. April 2016 weder Hausdurchsuchungen noch Observationen oder Ortsbegehungen, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen. Es wurden laut Angaben des Senats seither ein Zeuge vernommen und Zusammenhänge mit anderen Strafverfahren geprüft. Zu welchem Ergebnis diese Prüfung führte, bleibt unklar.

Die Ermittlungen leiten die 6. Mordkommission beim LKA Berlin sowie die Berliner Staatsanwaltschaft. Die Ermittler*innen tauschen laut Angaben des Senats auch „im Bedarfsfall benötigte Informationen“ mit der Operativen Gruppe Rechtsextremismus (OG Rex) des Polizeiabschnitts 56 in Neukölln aus. Auch die Ermittlungsgruppe Rechtsextremistische Straftaten in Neukölln (EG Resin) vom LKA 5 beziehe Erkenntnisse aus den Ermittlungen rund um den Mordfall Burak Bektaş in ihre eigenen Ermittlungen mit ein und tausche sich regelmäßig mit der zuständigen Mordkommission aus. „Derzeit sind keine Zusammenhänge zwischen dem Tötungsdelikt zum Nachteil des Burak B. und den bei der EG RESIN in Bearbeitung befindlichen Straftaten erkennbar“, heißt es allerdings in der Antwort.

Es gibt demnach auch keine neuen Erkenntnisse, die auf einen Zusammenhang zwischen dem Mord an Bektaş und dem Mordfall Luke Holland hindeuten. Holland wurde 2015 vor einer Bar in Nord-Neukölln erschossen. Nur: Sein Fall ist aufgeklärt, der Täter verurteilt. Angehörige und Aktivist*innen vermuten seither, dass der Täter Rolf Z. auch in die Ermordung von Bektaş verwickelt sein könnte. Auch diese mögliche Verwicklung sei geprüft worden, heißt es in der Antwort des Senats. Allerdings sei Z. nicht beschuldigt worden, weil er es „an dem hierfür erforderlichen Anfangsverdacht fehlte“.

Was die Antwort auch zeigt: Die Ermittlungen zur Sachbeschädigung am Mahnmal für Burak Bektaş wurden im Juni 2018 ohne Ergebnis eingestellt. Im April 2018 hatten Unbekannte das Mahnmal beschädigt, gerade einmal zwei Wochen nach seiner Errichtung. Seither seien keine weiteren Beschädigungen bekannt, teilt der Senat mit.