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"La Bettolab" darf bleiben: Gericht weist Räumungsklage ab

Veröffentlicht am 26.06.2019 von Madlen Haarbach

Gute Nachrichten für das Café „La Bettolab“ in der Okerstraße: Nach der mündlichen Verhandlung über die Räumungsklage des Vermieters am 13. Juni wies das Gericht die Klage ab. Wie aus dem Protokoll, das dem Tagesspiegel vorliegt, hervorgeht, erklärte das Gericht sämtliche Kündigungen gegenüber dem Café für unwirksam. Die Verlängerung des Mietvertrages bis September 2024 hingegen erklärte das Gericht für wirksam. „Abzuwarten bleibt zunächst noch die genaue Urteilsbegründung. Ob die Klägerin diese gerichtliche Entscheidung dann akzeptiert oder ob und welche neuen Angriffe sie auf das Café und die Galerie unserer Mandanten unternimmt, kann von hier aus nicht eingeschätzt werden“, sagte Rechtsanwalt Peter Raabe.

Die Eigentümerin, eine luxemburgische Briefkastenfirma, hatten dem „La Bettolab“ mehrfach fristlos gekündigt, da sie das Café für eine „Touristenbar“ hielt, was dem Mietvertrag widerspreche. Die Kneipe „Syndikat“ wenige Straßen weiter wird von derselben Firma mit einer Räumungsklage bedroht. Die Firma soll Teil eines Konsortiums der britischen Milliardärsfamilie Pears sein, der nach Recherchen von Tagesspiegel und Correctiv mindestens 3000 Wohnungen in Berlin gehören.

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