Kiezgespräch

Veröffentlicht am 04.11.2020 von Madlen Haarbach

Rund um den Richardplatz beklagen Anwohner*innen seit Jahren den enormen Durchgangsverkehr von Auto- und Lkw-Fahrer*innen, die Richtung Sonnenallee oder Karl-Marx-Straße durch den Kiez „abkürzen“ (s. etwa NL vom 26. August 2020). Nun ließ das Bezirksamt sogenannte „Berliner Kissen“, also Straßenbubbel, installieren, um den Verkehr auszubremsen. Die sind aus Sicht vieler Anwohner*innen allerdings zu niedrig, und eher „Kisschen“. Quasi „Millimeterarbeit“, wie Mopo-Kollege Christian Latz auf Twitter kommentiert. Außerdem prüft das Bezirksamt aktuell laut Angaben der Initiative „Mehr Kiez Rixdorf“ eine Durchfahrtsperre in Richtung Karl-Marx-Platz, die zumindest einen Teil des Durchgangsverkehrs beenden dürfte.

Und es gibt noch ein Problem: Anwohner*innen berichten, dass da der Richardplatz aktuell in der Mitte abgesperrt sei, Autofahrer*innen und sogar Lkw-Fahrer*innen nun zum Teil über die Mittelinsel abkürzten. Es sei mittlerweile „irre gefährlich“, vor allem, wenn man mit Kind unterwegs sei, sagt eine Anwohnerin.