Kiezkamera

Veröffentlicht am 09.12.2021 von Christian Hönicke

Doch sechs statt zwei Jahre Bauzeit für neue Schönhauser-Allee-Brücke. Die Senatsverkehrsverwaltung schaltet bei der „Schönhauser-Allee-Brücke“ einen Gang zurück. Die Bauzeit soll nun doch wieder sechs Jahre betragen – vor kurzem hatte die Verwaltung angekündigt, man wolle das beschleunigen. Zwischen dem geplanten Abriss der alten Brücke über die Ringbahn 2025 und der Fertigstellung der neuen 2027 sollten nur zwei Jahre liegen. So steht es auch immer noch auf der Website der Verwaltung.

Doch diesen Turbo-Zeitplan korrigiert die Verkehrsverwaltung nun wieder. Auf Tagesspiegel-Nachfrage erklärte eine Sprecherin: „Derzeit wird geplant, im Jahr 2025 mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen, eine Fertigstellung ist für das Jahr 2031 vorgesehen.“ Eine detaillierte Bauablaufplanung soll nun in den weiteren Planungsphasen erarbeitet werden. [Der Text stammt aus dem aktuellen Pankow-Newsletter. Den können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Die Schönhauser-Allee-Brücke wurde 1886 errichtet und  in der Zwischenzeit immer wieder erweitert. Sie ist Teil der stark befahrenen Bundesstraße 96a, außerdem befindet sich hier der S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee samt Tram-Haltestellen. Seit mehreren Monaten gilt auf der Brücke eine Beschränkung von maximal 16 Tonnen, um weiteren Schaden von der Brücke abzuwenden.

Immerhin soll der Verkehr auf der Schönhauser in den sechs Jahren nicht völlig zum Erliegen kommen. Abriss und Neubau sollen „möglichst unter Aufrechterhaltung der bestehenden Verkehrsbeziehungen erfolgen“, so die Sprecherin. Wie berichtet, soll der „Ersatzneubau im Rahmen von zwei Hauptbauphasen gebaut werden“ – also so, dass zumindest eine Brückenseite weiterhin passierbar bleibt.

Im Laufe der Bauarbeiten „kann es allerdings zu kurzzeitigen, unvermeidbaren Einschränkungen, Behinderungen und auch Sperrungen kommen“, erklärt die Verwaltung. Die Baumaßnahme stelle „eine komplexe und anspruchsvolle Ingenieursaufgabe dar“. Sie soll nach letzten Schätzungen 21 Millionen Euro kosten. – Foto: SenUVK – Text: Christian Hönicke

+++ Diesen Text haben wir dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Pankow entnommen. Den gibt es in voller Länge und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de

Mehr Themen aus dem Pankow-Newsletter:

  • Raus aus dem „Blechkäfig“: Bürgermeister Benn schafft seinen Dienstwagen ab und setzt auf Rad, ÖPNV und Car-Sharing – im Interview erklärt er die Entscheidung
  • Der Baumstreit in der Carl-Legien-Wohnstadt hat viele Menschen in ganz Berlin interessiert – Gehören Bäume in die Unesco-Siedlung Carl Legien oder müssen sie gefällt werden? Berlins Welterbe-Expertin fällt im Interview ihr Urteil
  • Impfungen in Schulen und Kitas: Pankow bleibt außen vor und wundert sich
  • Strafzettel und Müllsammeln statt 2G-Einsätze: Pankow hat nicht genug geimpfte Ordnungsamtler für Corona-Kontrollen
  • Getötete Radfahrerin in Prenzlauer Berg: Initiative fordert sofortigen Kreuzungs-Umbau
  • Bauboom in Pankow: Stadträtin will mehr Personal beim Senat einfordern
  • Michelangelostraße: Bezirk drängt auf Klärung der Restitutionsfrage
  • Glühwein vorm Büro: So will der bekannte Lucia-Weihnachtsmarkt die 2G-Regel in der frei zugänglichen Kulturbrauerei umsetzen
  • Verkehrsverwaltung tritt auf die Bremse: Doch sechs statt zwei Jahre Bauzeit für neue Schönhauser-Allee-Brücke
  • BR Volleys: Lieber Frauenteam als Cheerleader?

Den Pankow-Newsletter vom Tagesspiegel gibt es in voller Länge und kostenlos hier: leute.tagesspiegel.de +++

Fotografieren Sie in Ihrem Kiez oder anderswo im Bezirk? Bitte senden Sie Ihre Bilder an: leute-c.hoenicke@tagesspiegel.de