Kultur

Senat lehnt ab: Mauerpark wird kein "Kulturstandort"

Veröffentlicht am 07.11.2019 von Christian Hönicke


Senat lehnt ab: Berlins Mauerpark wird kein „Kulturstandort“. Um das berühmte Karaoke von Joe Hatchiban nach den Querelen im Frühjahr dauerhaft zu sichern, wollten Pankows Lokalpolitiker den Mauerpark zum „Kulturstandort“ erklären. Im Flächennutzungsplan (FNP) sollte für den Mauerpark neben der Zweckbestimmungen „Parkanlage“ und „Freifläche Sport“ auch „Kultur“ dargestellt werden. So sah es ein Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung im März vor.

Doch der Senat lehnt das ab. Der FNP sei ein vorbereitender Bauleitplan, und auf Frei- und Grünflächen könnten „grundsätzlich keine Baugebiete und andere bauliche Nutzungen entwickelt werden“, teilte die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen dem Bezirksamt Pankow mit. Das Symbol „Kultur“ werde darin nur verwendet für bauliche Kultur-Einrichtungen „wie bezirksübergreifende Museen, Theater und Musiktheater mit überbezirklicher Bedeutung, übergeordnete Veranstaltungsorte, Großbibliotheken, besondere Kultureinrichtungen von gesamtstädtischer Bedeutung“.

Die Nutzung des Mauerparks als Veranstaltungsort für Kultur und Karaoke sei dennoch „mit der gegenwärtigen Darstellung des FNP vollumfänglich gewährleistet“, auch ohne eine Änderung des FNP und zusätzlicher Kennzeichnung mit dem Lagesymbol Kultur. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Funktion der Grün- und Freifläche gewahrt bleibe.  – Text: Christian Hönicke
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