Namen & Neues

Mauerpark: Geisel will Polizeiwache, Krüger für Parkwächter

Veröffentlicht am 07.02.2019 von Christian Hönicke

Mehr Standorte, längere Einsatzzeiten: Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) will den Einsatz der Mobilen Polizeiwachen ausdehnen. Sie müssten auch in den Abend- und Nachtstunden eingesetzt werden und „noch stärker an Orten, an denen tatsächlich Berliner die Straßen und Plätze frequentieren und nicht nur Touristen“, sagte Geisel der „B.Z.“. „Wir haben beispielsweise festgestellt, dass es sinnvoll wäre, am Wochenende eine Mobile Wache am Mauerpark einzusetzen.“

  • (Der Text stammt aus dem Pankow-Newsletter des Tagesspiegel – den können Sie kostenlos und komplett lesen unter leute.tagesspiegel.de.)

Das zuständige Bezirksamt Pankow ist mit dem Mauerpark überfordert. Die Beschwerden über Lärm, Müll und Kriminalität häufen sich, laut Bezirksstadtrat Daniel Krüger (parteilos/für AfD) fehlt Personal im Ordnungsamt und bei der Polizei. Die Mobile Wache soll nun helfen. Fünf dieser Kleinbusse sind seit vergangenem Juli in Berlin unterwegs. Anschaffungspreis: 500.000 Euro.

Am Mauerpark ginge es auch günstiger. Es gibt dort bereits eine permanente Wache, direkt gegenüber der Bernauer Straße kann man zu Fuß in den Park. Trotzdem werden selten Polizisten auf der anderen Straßenseite gesichtet – der Personalmangel lässt grüßen. Auch deshalb sieht Bezirksstadtrat Krüger den Vorstoß von Geisel kritisch: „Eine Mobile Wache mag in Spitzenzeiten etwas bringen, aber sie kann nur eine Übergangslösung sein. Sie wird nicht die Personalsituation bei der Polizei verbessern.“

Krüger setzt seine Hoffnungen eher in das neue Konzept für den Mauerpark, an dem der Bezirk Pankow aktuell arbeitet. Dabei ist auch der Einsatz von Parkwächtern (genannt „Parkläufer“) angedacht. „Parkläufer sind die bessere Alternative“, so Krüger. Man könne so Polizei und Ordnungsamt entlasten.

Die Parkläufer müssen allerdings über Drittanbieter besetzt werden – eigene Stellen wollen Land und Bezirk dafür nicht schaffen. „Die Schwierigkeit liegt nun darin, zu klären, wo sie organisatorisch-administrativ angesiedelt werden und welche Qualifikationen sie haben müssen“, so Krüger. Im Gespräch sind Menschen mit einer Ausbildung zum Sozialarbeiter.

Anzeige