Namen & Neues

Bei Radwegen ist Reinickendorf schwach, Teil 2

Veröffentlicht am 05.06.2019 von Gerd Appenzeller

Bei Radwegen ist Reinickendorf schwach – hier Teil 2. Reinickendorf hat eine gut funktionierende Verwaltung (so weit ich das beurteilen kann), das unterscheidet diesen von vielen anderen Bezirken in Berlin. Was den Bau und Unterhalt von Radwegen betrifft, sind wir aber tatsächlich allenfalls Kreisklasse. Die Straßen, um die es ganz besonders geht, weil sie stark von Autos befahren sind, kennt jeder. Im letzten Newsletter habe ich das Thema wieder erwähnt – und die Reaktionen der Newsletter-Leserinnen und -Leser bestätigen das Gefühl, dass für die Verwaltung des Bezirks Radwege einfach keine Priorität haben.

Die Mail der Leserin Karin Rohlfs aus Konradshöhe fasst sehr gut die Probleme zusammen. Sie schreibt: „Es ist richtig, dass es ein kurzes Stück neuen Radweg gibt, von der Grundschule am Tegelschen Ort bis zur Kirche, durch eine weiße Linie markiert, das ist nicht viel, aber besser als nichts. Die Konradshöhe Landstraße wurde neu asphaltiert, der Radweg wurde vergessen oder war schlichtweg gar nicht geplant, Platz genug wäre eigentlich gewesen. Aber jetzt werden dafür mit Akribie und großer Sorgfalt die vier Bushaltestellen schon seit Wochen hergerichtet. Der Radweg, der parallel zur Straße  im Wald verläuft, ist katastrophal….Die Alternative über den schwarzen Weg wäre machbar, man müsste ihn asphaltieren… Man könnte auch auf der Heiligenseestraße eine weiße durchgezogene Linie ziehen für die Fahrradfahrer, weil der Radweg parallel zur Heiligenseestraße auch katastrophal ist… Es sind einfach viele, beziehungsweise die meisten Radwege in Reinickendorf in einem schlechten Zustand, und der Bezirk begnügt sich damit, Schilder aufzustellen, Radwegschäden, anstatt irgendetwas zu verändern. Auch der Radweg parallel zum Hermsdorfer Damm ist schrecklich, Waidmannsluster Damm, Gorkistraße, Holzhauserstraße, Berlinerstraße, Seidelstraße, Scharnweberstraße, alles eine Zumutung. Wie will man erreichen , dass die Leute auf ihr Auto verzichten und mit dem Fahrrad fahren, wenn die Wege so schlecht sind… Ich fahre 5000 km im Jahr Fahrrad, zur Arbeit und privat und ich würde mir Wege wünschen, wie den Radweg im Märkischen Viertel, den Welzower Steig oder den Radweg im  Tegeler Fließ… Wenn wir wackeren Fahrradfahrer auch noch alle Auto fahren, herrscht das absolute Chaos in Berlin.“ – Gerd Appenzeller
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