Intro

von André Görke

Veröffentlicht am 11.09.2018

Eingebuddelt: das Halteverbotsschild von Kladow. Das verschwundene Halteverbotsschild vor dem verwaisten Auto, das seit zehn Monaten in Kladow parkt, wurde am Montag wieder eingebuddelt – 20 (!) Zentimeter vor der Stoßstange, also nicht zu übersehen. Und ein gelber Abschlepp-Punkt der Polizei klebt seit Montag ebenfalls auf der Scheibe – hier der Fotobeweis von heute früh, 5.50 Uhr (Danke für den Lesertipp, Kristian Roecker). Mehr dazu ganz am Ende des Newsletter, im „Kiezgespräch“.

Verschwunden: die Gedenktafel für Albert Einstein. Dafür fehlt ein anderes prominentes Schild in Spandau. Die Erinnerungstafel mit dem paffenden Albert Einstein steht am Ufer der Scharfen Lanke – dort hatte das Genie einst eine drollige Laube (Fotos hier). Jetzt ist von Spandaus schönster Gedenktafel nur noch ein karges Gerippe übrig, wie uns Leser schrieben („mit Entsetzen entdeckt“). Wurde die allen Ernstes gestohlen? Fotobeweis hier. Anruf in der Wochenendsiedlung Bocksfelde (gegründet 1919, 240 Parzellen). Die erinnern seit 2011 an ihren prominenten Laubenpieper. Auf der Tafel steht: „Ab 1922 war der Nobelpreisträger Albert Einstein Pächter in unserer Kolonie. Seine Laube im Burgunderweg 3 nannte er liebevoll ‚Mein Schloss‘.“ Hallo, Hallo, wissen Sie, wo die Ehrentafel ist? „Ja, klar“, erfahren wir lachend am Telefon. „Die ist in der Werkstatt.“

Na bitte: Wir beginnen heute mit einer guten Nachricht. Ist doch auch mal schön, oder? Dann los.

André Görke ist stellvertretender Berlin-Chef beim Tagesspiegel und groß geworden in Spandau. Tipps, Thesen, Termine: spandau@tagesspiegel.de

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