Kultur
Kunstdiebstahl in der Altstadt
Veröffentlicht am 10.07.2018 von André Görke
Frust in den Ferien: Unbekannte haben die Skulpturen aus dem Innenhof der Stadtbibliothek gestohlen. Ihr Name: „Spielende Kinder“ aus dem Baujahr 1983. Künstlerinnen: zwei Frauen aus Iowa, USA. Stifter: Ulrich Thiel, einst Chef im Ratskeller Spandau. „Früher gehörten noch zwei Spatzen zu den Brunnenfiguren“, teilte die Stadt mit, „die aber wurden vor ein paar Jahren ebenfalls gestohlen“. Jetzt ist alles weg.
„Das Brecheisen lag noch da.“ Am Morgen nach dem Einbruch erreichten wir Julia Colm. Sie gehört zu den Betreibern des Open Air Kinos, das es seit 15 Jahren gibt und Filme im Innenhof der Stadtbibliothek zeigt (Spandau-Newsletter 05/18). „Der Schock war groß, wir sind echt getroffen, die zwei Skulpturen waren wie ein guter Freund.“ Abend für Abend wurden sie vom Kino-Team illuminiert – nur so sei deshalb der Diebstahl sofort aufgefallen. Ihre Hoffnung: „Vielleicht entdeckt jemand die Figuren irgendwo auf einem Hänger.“ Die LKA-Spezialabteilung Kunstkommissariat ermittelt
Noch mehr gestohlene Kunst in Spandau. Im Frühling haben wir Ihnen eine Senatsübersicht zu allen 78 Spandauer Kunstwerken im öffentlichen Raum gezeigt. Die Skulptur „Bronze auf Metallträger“ (1982) von Dietrich Arlt-Aeras wurde 2006 im Goldbeckweg am OSZ in Haselhorst gestohlen. Zurück blieb der Metallträger („sieht aus wie ein Hochspannungsmast“). – Quelle: Senatsliste