Kultur

Neue Schüler-Ausstellung: Das Alexanderhaus am Glienicker See

Veröffentlicht am 29.01.2019 von André Görke

Post aus dem Abgeordnetenhaus an den Spandau-Newsletter: Schülerinnen und Schüler des Hans-Carossa-Gymnasiums in Kladow sind um den Glienicker See gelaufen und haben das Alexanderhaus in der Nachbargemeinde in Brandenburg erkundet.  Das Wochenendhaus von Alfred Alexander, dem jüdischen Präsidenten der Berliner Ärztekammer, war um 1930 Treffpunkt für Berliner Künstler und Intellektuelle wie Albert Einstein (der an der Scharfen Lanke in Spandau eine Laube hatte). „Das Haus hat eine bewegte Geschichte von fünf Familien, die in 100 Jahren darin gelebt haben: von einem Besitzer, der Juden vor der Judenverfolgung versteckte, bis zum Bau und Abriss der Berliner Mauer im Garten des Hauses.“ Im Abgeordnetenhaus in Berlin-Mitte zeigen die Jugendlichen die Geschichte anhand von Bildern und Texten. Die Ausstellung des Hans-Carossa-Gymnasium (Bj 2000, 1200 Schüler, Leiter: Henning Rußbült) ist Teil des Jugendforums „denk!mal“, in dem Jugendliche an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Motto für 2019: „Geschichte beginnt vor deiner Tür – Erzähl davon!“ Die Ausstellung ist bis 5. Februar, Mo. bis Fr., 9 bis 18 Uhr, im Casino des Abgeordnetenhauses zu besichtigen. Am Mittwoch, 30. Januar, fand dazu bereits im Plenarsaal eine Festveranstaltung statt mit Theater, Tanz und Rap. Moderation: Anne Chebu, der Sender Alex übertrug live. – Info: www.denkmal-berlin.de – André Görke

  • Diesen Text haben wir dem neuen Spandau-Newsletter des Tagesspiegel entnommen. Komplett und kostenlos einmal pro Woche lesen – ganz einfach hier leute.tagesspiegel.de
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