Kultur

Ramona Pop: "Qualitätstouristen nach Neu-Kladow"

Veröffentlicht am 04.06.2019 von André Görke

„Qualitätstouristen nach Neu-Kladow“. Als der Senat jetzt durch Berlin-Spandau reiste, stand auch der Gutspark Neu-Kladow auf der Agenda. Im Bus ging es über Ru-Ru-Ru-Rumpelpisten hinaus zum Stadtrand, wo der Handyempfang immer dünner wurde – Hallo Kladow! Dort wirbt der Bezirk um Gelder, um den Gutspark am Havelufer (mit super Blick auf den Wannsee) fit zu machen. Keine Bange: ohne Rummtata und Riesenrad. Ramona Pop, Grüne, formulierte es als Wirtschaftssenatorin so: „Wir wollen den Qualitätstourismus auch außerhalb von Mitte und Kreuzberg entwickeln.“ Und weiter: „Wir stärken die Außenbezirke und fördern so stadtverträglichen Tourismus.“ Die Idee des Bezirks: Das Gelände soll zwischen 2021 und 2025 aufgefrischt werden – mit barrierefreiem Weg hinab zur Havel, Rosengarten, richtigen Wegen, anständigem Havel-Plateau, Naturtheater, einer Scheune mit 70 Plätzen, einem Kulturort in der Villa („Außenstelle der Zitadelle“) und Gastro im sanierten Nebenhaus. Das Casino-Skelett wird abgerissen – stand neulich im Spandau-Newsletter.

10 bis 15 Millionen Euro für Gutspark Neu-Kladow. Es geht um viel Geld aus Wirtschaftsfördermaßnahmen und Lotto-Geldern – 10 bis 15 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Alle wollen sich bei den Anträgen helfen, denn die sind kniffelig. Kultur- und Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke, CDU, betonte, dass es nicht um eine piefige Kiez-Maßnahme gehe: „Wir wollen keine 15 Mio für einen Café-Betrieb.“ Mal sehen, was am Ende rauskommt. Das Gelände sei öffentlich, attraktiv, befinde sich am Havelradweg. Und auch die Luftwaffe wolle 100 Mio in ihr Museum in Kladow investieren und rechne mit 300.000 Menschen pro Jahr. Hanke: „Die Bundeswehr denkt an Shuttle-Busse vom Rathaus zum Museum. Die könnten weiter zum Hafen fahren.“ Auch schön: Der halbe Senat diskutierte leidenschaftlich, ob die BVG-Fähre dann nicht alle 30 Minuten nach Klad… okay, das wird dauern. Aber das Thema weckt Sehnsüchte.- André Görke
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Diesen Text haben wir als Leseprobe dem neuen Tagesspiegel-Newsletter für Berlin-Spandau entnommen. Den Spandau-Newsletter, den wir Ihnen einmal pro Woche zuschicken, können Sie ganz unkompliziert und kostenlos bestellen unter leute.tagesspiegel.de.

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