Namen & Neues

Sommerpause: Best-of-BVV

Veröffentlicht am 03.07.2018 von André Görke

Die letzte Bezirksverordnetenversammlung steht an vor der Sommerpause: Mittwoch, 17 Uhr, Rathaus, wie immer öffentlich. Hier unser Best-of-BVV aus der Tagesordnung.

U-Bahn soll auf S-Bahngleis fahren! Wilder Vorschlag von Lars Leschewitz, Linke: Die U-Bahn sollte nicht in Ruhleben enden, sondern nach Spandau weiterrollen. Der Clou: Bei Ikea sollen die gelben U-Bahnzüge auf die Gleise der S-Bahn schwenken und oben (!) in den Bahnhof Spandau fahren. Schöne Idee, technisch aber Unsinn, sagen Bahn-Experten. Die Alternative (hat Leschewitz gleich mitformuliert): Dann sollte die 1200 Meter lange Strecke für die U-Bahn von Ruhleben bis zur Polizeiakademie gebaut werden und an der S-Bahnbrücke enden (Foto). Dort entstünde der geforderte „neue kombinierte U- und S-Bahnhof“ für Wohngebiet, Polizeiakademie, Ikea-Kiez. Vorteil laut Leschewitz: „billig & schnell zu bauen“. – Antrag Nr 0879

Krach an der Heerstraße, I. Ab 16.30 Uhr ist die Heerstraße dicht – Spandauer Routine. Pfiffige Zeitgenossen nutzen die laaaaaange Linksabbiegerspur stadtauswärts an der Freybrücke und umkurven den Stau durchs Wohngebiet in Alt-Pichelsdorf. Folge: wütende Anwohner. Christian Haß, SPD, will die Abbiegespur  jetzt verkürzen. – Antrag Nr. 0870

Krach an der Heerstraße, II. Wieder Christian Haß, SPD, wieder Ärger um einen Schleichweg. Betroffen am Pillnitzer Weg in Staaken: Kitas, Seniorenheim, Anwohner. Die ärgern sich über die Autofahrer, die auf ihre Mini-Straße ausweichen. Forderung: Pillnitzer Weg sperren. – Antrag Nr. 0864

Zweite BVG-Fähre, jetzt! „Die Fähre F10 wird auch von arbeitender Bevölkerung genutzt. Viele kommen morgens über die Havel, abends aber nicht mehr zurück“, schreibt Arndt Meißer, CDU, im Antrag zur BVV. Die BVG-Betriebsdauer müsse daher „dringend“ ausgeweitet werden. „Mehr Fährverkehr entlastet die Straßen.“ Erst letzte Woche hatten wir hier berichtet, dass die BVG den Vertrag laut Helmut Kleebank, SPD, prüfen lässt.  – Antrag Nr. 0843

Fähren billiger als Brücken! Dazu haben wir von Newsletter-Leser Andre Sassenberg („Ich muss täglich mit dem Bus zum Wittenbergplatz“) einen Brief erhalten: „Es ist mir ein Rätsel, dass von den Politikern für das Verkehrschaos Lösungen vorgeschlagen werden, die entweder aus Kosten- oder ökologischen Gründen gar nicht (Brücke, Tunnel) oder erst in zig Jahren (Straßenbahn, Busspur) realisiert werden.“ Seine Forderung: „Die Fähre von Kladow nach Wannsee zu Stoßzeiten alle 30 Minuten statt alle 60 Minuten fahren zu lassen.“ In Wannsee düsen RE-Züge in die City. P.S.: Die zweite Fähre („MS Tempelhof“) liegt als Ersatzschiff eh immer in Wannsee bereit; selbst die Anschaffung eines dritten Schiffs wäre billiger als eine Brücke. – Was meinen Sie? Abstimmung: spandau@tagesspiegel.de

Endlich Internet. Ein Ziel, aber zwei Zielgruppen: Die CDU um Arndt Meißner fordert via BVV-Antrag Glasfaserkabel ab Sommer 2019 an allen Spandauer Schulen, während die SPD um Christian Haß „flächendeckend leistungsstarkes W-LAN in allen Seniorenwohnhäusern“ des Bezirks will. – Anträge Nr. 0870Nr. 0867

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