Namen & Neues

C&A-Historie: Mitarbeiterin der ersten Stunde erzählt

Veröffentlicht am 04.09.2018 von André Görke

Es war nur eine kleine Frage im letzten Spandau-Newsletter – aber es kamen Lesermails ohne Ende. Am Kaufhaus „C&A“ wurde das Vordach abgekloppt, am 13. September ist Bauende. Wir suchten deshalb ein bisschen Geschichte zu diesem zentralen Gebäude der Altstadt und fragten: „Seit wann gibt’s das Kaufhaus eigentlich?“ Und dann kamen Sie. Beziehungsweise kam sie: Bärbel Markiewicz. „Mit Freude lese ich jede Woche den Spandau-Newsletter“, schrieb sie uns – und löste das Rätsel, denn: „Am 1. April 1964 begann ich meine Lehre bei C&A, eigentlich in Spandau, ich musste aber den Monat April noch in die Wilmersdorfer Straße. Die Eröffnung in Spandau war also am 30. April 1964.“

Zack, Volltreffer, großen Dank! Und was war vor dem Kaufhaus an jener Stelle? Dazu schrieben uns viele Leserinnen, aber auch das Büro von Andreas Wunderlich, Chef des Altstadt-Managements: „Bis zu einem Brand 1963 stand dort die letzte Wassermühle Berlins.“ Diese nutzte das Wasser des Mühlengrabens zum Antrieb und befand sich am Mühlentor, das später unter dem Namen Potsdamer Tor bekannt wurde. Im Krieg wurde die Mühle von „Schulze & Hoppe“ von Bomben getroffen; 30 Mitarbeiter starben im Frühjahr 1945. Am 17. März 1962 wurde der Betrieb eingestellt.“ Wer den Spandau-Newsletter 04/18 übrigens ganz genau gelesen hat, weiß: Es gibt die Idee, den Mühlengraben vor C&A wieder sichtbar zu machen mit einer Glasplatte.