Namen & Neues

Mosaik gerettet: Sal de Ibiza, Sal de Spandau

Veröffentlicht am 05.02.2019 von André Görke

Seit 1984 gibt es die „Mosaik“-Behindertenwerkstätten am Askanierring – eine Spandauer Institution am Schleusener-Stadion. Zur Eröffnung kam damals sogar der Regierende Bürgermeister Richard von Weizsäcker. Im Backsteinhaus-Ensemble arbeiten 250 Menschen mit Behinderung und 30 lehrende Handwerker, erzählt uns Frank Jeromin, 58, Chef von Mosaik. Er ist Charlottenburger, aber selbst schon seit 1987 in Spandau dabei und jubelt: „Wir können langfristig am Askanierring bleiben. Unser Mietvertrag lief bis 2021 und war fraglich. Jetzt steht fest, dass wir bis 2031 bleiben können.“ Die körperlich und geistig Behinderten finden dort eine regelmäßige Aufgabe. Die Firmen geben Mosaik Aufträge; die Mitarbeiter können sich so ein bisschen Geld dazu verdienen – irgendwas zwischen 100 und 400 Euro. Sie verpacken Dinge für Start-Ups, aber auch für Großkonzerne wie Ikea oder Hersteller von Bohrern für Ölplattformen (kein Witz!). Auch das bekannte „Sal de Ibiza“ aus dem Supermarkt – das im Keramiktopf und dem Korkdeckel – wird am Askanierring verpackt. Sal de Askanierring quasi! „Wir möchten am Standort weiter investieren“, sagt Jeromin. Zuletzt war dort Wohnungsbau im Gespräch – doch das sei jetzt vom Tisch, zumindest bis 2031. -Autor: André Görke

Dank möchte der Mosaik-Chef unbedingt loswerden, allen voran an Kai Wegner, CDU, der sich eingesetzt habe, aber auch Raed Saleh, SPD, sowie Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke, CDU, und Bezirkschef Helmut Kleebank, SPD. Richten wir hiermit aus. – Mosaik im Netz: hier

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Dieser Text ist ein Ausschnitt aus dem neuen Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. Komplett und kostenlos lesen unter leute.tagesspiegel.de

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