Namen & Neues

Postbrache: Baumfällungen am Havelufer

Veröffentlicht am 05.02.2019 von André Görke

Sie ist die zentralste Baustelle in Spandau: die Postbrache zwischen Havel und ICE-Bahnhof. 1980 wurde dort die klobige Postzentrale eröffnet, mit bunter Schalterhalle und Parkdeck im Hinterhof. Schon 1995 war das Ding überflüssig – wurde aber erst 22 Jahre danach abgerissen. Die Investoren Agilolf Bachner und Ralph Esser (Foto) bauen dort für 100 Mio Euro ein neues Viertel mit einem 80-Meter-Büroturm, fünf Cafés am Ufer, zwei Hotels (400 Betten), Tiefgaragen (330 Autos), Geschäften und Wohnungen – hier finden Sie die Simulationen. Im Februar 2019 geht’s weiter, schrieb jetzt Investor Bachner dem Spandau-Newsletter: Dann werden die Bäume am Havel-Ufer zwischen ICE-Trasse und Dischingerbrücke gefällt. Dorthin wird im Winter 2019/2020 wie angekündigt die Abwasserleitung verlegt. Die verläuft derzeit quer über die staubige und baumlose Brache. Später wird frisches Grün gepflanzt – am Quartiersplatz, unterm sechs Meter hohen Havelbalkon und auch an der Uferpromenade. Wie es 2019 weitergeht? Bachner zum Spandau-Newsletter: „Im Oktober beginnt die Entkernung der Pakethalle und Werkstatthalle.“ Dort toben sich so lange Künstler aus. „Sichtbar wird der Abriss voraussichtlich zum Jahreswechsel 2019/2020. Und Baubeginn könnte im Frühjahr 2020 sein.“ Bauzeit: 48 Monate. Fertigstellung: 2022. Damit sind Sie jetzt wieder auf dem aktuellsten Stand.

Für Nostalgiker der alten Post. Unter diesem Tagesspiegel-Link zeigt der Spandauer Fotograf Sascha Lisowski bunte Bilder aus dem Innern der Post. Und unter diesem Tagesspiegel-Link zeigt Newsletter-Leser Axel Noack seine Fotos vom Bau 1980. Erinnern Sie sich? – Autor: André Görke

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Dieser Text ist ein Ausschnitt aus dem neuen Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. Komplett und kostenlos lesen unter leute.tagesspiegel.de

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