Namen & Neues
Abriss der Bücherei: Geheizt wird schon lange nicht mehr
Veröffentlicht am 19.02.2019 von André Görke
Dringend benötigt wird ein neuer Behördenstandort. Gibt’s Neuigkeiten, Helmut Kleebank, SPD? Der hat jetzt beim Finanzchef drüben in Berlin zwei Neubauten angemeldet. „Die Neubauten sollen zeitversetzt entstehen. Beide müssen jeweils 200 Arbeitsplätze haben“, sagt Kleebank – und kann beide Standorte hinterm Münsingerpark aus seinem Bürofenster sehen (okay, nur im kahlen Frühling). Der eine Neubau soll zwischen AOK und Ordnungsamt an der Galenstraße entstehen (Foto), der andere anstelle der Bücherei-Ruine an der Seegefelder Straße (Foto). Die befindet sich am einstigen Wendehammer des S-Bahnhofs Spandau-West und ist seit 2001 eh geschlossen. „Geheizt wird seit Jahren nicht“, sagte jetzt Kleebank. „Die Heizung ist komplett tot, die Elektronik außer Betrieb … das Haus wird für die neue Bahnstrecke abgerissen, das ist sicher.“ Wann? Noch unklar. Kleebank, der als Mathelehrer mit Zahlen kann, sagt aber: Miete lohnt sich selbst mittelfristig nicht. Das Bezirksamt müsse immer für fünf bis zehn Jahre hunderte Arbeitsplätze anmieten – zuletzt im „Spiegelturm“ am S-Bahnhof Stresow und im Glaskasten „Webtower“ am U-Bahnhof Paulsternstraße. Beide bis 2023. „Die Immobilienpreise auf dem Büromarkt steigen – da macht ein Neubau mehr Sinn für uns.“ Ganz oben auf der Verschrottungsliste: Das Jugendamt im morschen Hochhaus an der Klosterstraße. – André Görke
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