Namen & Neues

Abschied von Bauer Bathe

Veröffentlicht am 19.03.2019 von André Görke

Spandau nimmt in diesen Tagen Abschied von zwei Persönlichkeiten, die über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt geworden sind. Walter Bathe, berlinweit bekannt als „Bauer Bathe“, ist tot. Bis 2009 betrieb er den Bauernhof, ehe daraus der „Vierfelderhof“ wurde. Unser Vorschlag: Die holprig-staubige „Straße 264“, an der der Bauernhof in Gatow liegt, könnte einen angemessenen Namen vertragen – Bauer-Bathe-Straße klingt viel besser, oder? Gatows Dorfpfarrer Mathias Kaiser schrieb gerade eben an den Spandau-Newsletter: „Unser Bauer Bathe wurde von seiner Familie und vielen Gatowern zur letzten Ruhe geleitet. Die Anteilnahme war sehr groß. Zwar ein trauriger aber auch ein sehr wichtiger Dienst für uns. Ich glaube, es tat allen sehr gut, Abschied zu nehmen in unserer Dorfkirche.“ Ein Nachruf steht im Gemeindebrief.

Abschied von einem bekannten Bäcker. Noch eine Trauerfeier, noch ein Mann, der eine echte Nummer war in Spandau. Kladows letzter Bäcker, Horst Müseler („Ritterfeld Landbäckerei“, „Mein Brotkorb“) ist tot. Das berichtet der Spandauer Blogger Michael Uhde. „Müseler hatte 1964 die gleichnamige Kladower Traditionsbäckerei am Ritterfelddamm 85 gegründet. Eigentlich muss man sogar auf eine Firmengeschichte bis ins Jahr 1948 zurückblicken. Damals hatte sein Vater Heinz Müseler am Ritterfelddamm mit der Produktion seiner über Berlins Grenzen hinaus bekannten und geschätzten ‚Müselers Goldener Sandtorte‘ begonnen. Die wurde sogar im KaDeWe verkauft.“ Die Trauerfeier findet nächste Woche in der Schilfdachkapelle in Kladow statt.  – André Görke
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Dieser Text stammt aus dem neuen Spandau-Newsletter vom Tagesspiegel. Den Newsletter können Sie komplett lesen unter leute.tagesspiegel.de.

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