Namen & Neues
Gruseliger Atombunker im U-Bahnhof
Veröffentlicht am 14.03.2022 von André Görke
2007 beschlossen Bund und Länder, öffentliche Schutzräume nicht weiter zu erhalten: zu teuer. Kalter Krieg und Atombomben? Unvorstellbar – bis zum Frühjahr 2022. Einer der Atombunker Berlins befindet sich im Spandauer U-Bahnhof Siemensdamm und bot im Kalten Krieg 4500 Leuten Platz („bis zu 14 Tage“). Schwere Tore sollten im Ernstfall die Röhren zum U-Bahnhof verschließen; die Flure im U-Bahnhof sind bis heute auffällig breit. Erbaut wurde der Bunker mit Betten, Küchen und Waschräumen 1980. Hier finden Sie 15 Fotos auf der Seite: twitter.com/kriegsspuren

Neben der Currywurstbude oben am U-Bahnausgang stehen bis heute klobige Bauwerke im Gestrüpp – das ist die Luftfilteranlage: hier ein Foto bei Google Streetview. Im Sommer 2021 wurde auf Antrag der SPD beschlossen, diese vergessene Geschichte im U-Bahnhof sichtbar zu machen („Die Infotafel soll über die Geschichte der Bunkeranlage während des Kalten Krieges hinweisen und informieren.“) Involviert werden sollen auch die Vereine „Berliner Unterwelten“ und die Jugendgeschichtswerkstatt. Ob das Schild wohl 2022 kommt? 2020 hatte ich erstmals darüber berichtet.
„Öffentliche Schutzräume gibt es nicht mehr“: Wie Deutschland seine Bunker verkaufte – und wo man jetzt Schutz findet. Hier die Tagesspiegel-Geschichte.
– André Görke
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