Namen & Neues

Der Bagger ... steht wieder! Baustopp beim Radweg durch den Gemeindepark Lankwítz

Veröffentlicht am 11.10.2018 von Boris Buchholz

Beim Bau neuer Radwege hat der Bezirk keine glückliche Hand (zumindest bei denen, die öffentlich diskutiert werden). Sie können sich jetzt wieder entscheiden: Entweder Sie lachen oder Sie raufen sich die Haare. Denn der Bau des Radwegs durch einen kleinen Zipfel des Gemeindeparks Lankwitz zwischen Mühlenstraße und Gallwitzallee dreht immer neue Pirouetten (die ersten können Sie hier nachlesen): Die Bauarbeiten ruhen wieder. Der Grund: Keiner wusste, dass der Gemeindepark unter Denkmalschutz steht; folgefalsch wurde die Denkmalschutzbehörde in die Planungen nicht einbezogen.

„Das war mir nicht bewusst, das gebe ich ganz offen zu“: Auch der Bezirksbürgermeisterin und Stadtplanungsdezernentin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) war unbekannt, dass der Gemeindepark Lankwitz unter Denkmalschutz steht. Als die Planungen für den Radweg vor zehn Jahren begannen, stellte sich das Problem auch noch nicht. Der Park steht zwar insgesamt schon länger unter Denkmalschutz, doch erst 2017 kam die kleine Ecke, um die es heute Streit gibt, dazu.

„Das ist aber den Planern des Radwegs nicht bekannt gegeben worden“, erklärt die Stadtplanungsstadträtin. Jetzt sei es den betroffenen Behörden bekannt, „jetzt gibt es einen Kontakt zwischen Tiefbauamt und Denkmalschutz“. Man befinde sich in Abstimmungen. Baustadträtin Maren Schellenberg (Grüne) bestätigt, dass die „Bauarbeiten im Gemeindepark momentan gestoppt sind“. Damit es weitergehen könne, fehle eine „denkmalfachliche Bewertung des Landesdenkmalamts“.

Wie lange der Baustopp gilt und was für Auflagen gegebenenfalls die Experten vom Denkmalschutz stellen, konnte mir niemand sagen. Man weiß es nicht. Das Denkmal ins Rollen gebracht haben übrigens wieder die Aktiven von der Initiative Your little Planet.

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