Namen & Neues
100 Meter lange Schlange
Veröffentlicht am 03.04.2018 von Sigrid Kneist
Es ist wie erwartet: Seit heute gibt es am Bahnübergang Buckower Chaussee lange Wartezeiten – für Autofahrer, BVG-Busse, Radfahrer und Fußgänger. Bis zu zweieinhalb Minuten waren die Schranken am Vormittag geschlossen, wie mein Kollege Klaus Kurpjuweit bei einem Ortstermin feststellte. Die Schlangen davor auf der Buckower Chaussee und dem Nahmitzer Damm waren schnell jedes Mal gut hundert Meter lang. Durch den Einbau einer neuen Sicherungstechnik bleiben die Schranken nach Angaben der Bahn rund eine Minute länger geschlossen als zuvor. Der Stau wird auch so lang, weil es derzeit im Bereich des Übergangs jeweils nur eine Fahrspur gibt. Bei geschlossenen Schranken haben auch Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr oder der Polizei Probleme.
Zudem ist seit dem vergangenen Donnerstag der benachbarte Bahnübergang Säntisstraße geschlossen. Den bisherigen dortigen Verkehr muss nun zum großen Teil auch der Übergang an der Buckower Chaussee übernehmen. Da die provisorische Fußgängerbrücke an der Säntisstraße nicht barrierefrei ist, hat sich der CDU-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Florian Graf, vor einigen Wochen an die Bahn gewandt. Eine Antwort hat er aber noch nicht erhalten. Eine weitere Umleitung führt über Wohnstraßen mit Tempo 30. Um für die Dresdner Bahn zwei weitere Gleise für den Fern- und Regionalverkehr sowie für den Airport-Express zum BER bauen zu können, ersetzt die Bahn alle bisherigen schrankengesicherten Straßenübergänge. An der Säntisstraße entsteht eine Unterführung; über die Gleise an der Buckower Chaussee führt ab 2021/22 eine Brücke.
Und auch die Schließungszeiten der Schranken sollen sich wieder verkürzen. Die Bahn will die Sicherungstechnik nach weiteren Umbauten so anpassen, dass der Stau ab Dezember wieder kürzer werden kann.