Namen & Neues

Neue Räume, aber kein Platz für Punkkonzerte

Veröffentlicht am 27.11.2018 von Sigrid Kneist

Zumindest eine Teillösung ist für die Schöneberger autonomen Jugendzentren Potse und Drugstore gefunden worden. Der Vertrag mit der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag für Räume in der Potsdamer Straße 134 sei jetzt unterschriftsreif, sagte Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) am Mittwoch in der Bezirskverordnetenversammlung (BVV). Die Örtlichkeiten seien bezugsfertig; eine erforderliche Schadstoffsanierung habe der Vermieter auf seine Kosten schon vorgenommen. Potse und Drugstore müssen – wie berichtet – aus ihren jetzigen Räumen zum Jahresende ausziehen, da der Mietvertrag nicht verlängert worden war.

Einen Haken hat die Sache allerdings: In den Gewobag-Räumen, die eine Fläche von rund 365 Quadratmeter umfassen, können nur ruhige Veranstaltungen stattfinden, aber keine Punkkonzerte, für die die Jugendzentren bekannt sind. Verhandlungen mit der landeseigenenden Immobiliengesellschaft BIM für einen solchen Veranstaltungsort seien erfolglos geblieben, sagte Schworck. Und auch weitere Bemühungen hätten kein Ergebnis gebracht. Man wolle jetzt weitersuchen; optimistisch klang der Jugendstadtrat allerdings nicht. 

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Reinhard Frede hatte da noch folgenden Vorschlag zu bieten: Die Konzerte könnten doch auch im Gebäude des Tempelhofer Flughafens stattfinden, da würden sie niemanden stören.

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