Kurzmeldungen
Veröffentlicht am 22.06.2020 von Thomas Loy
- S-Bahn Richtung Südkreuz gesperrt. Es sind mal wieder Bauarbeiten auf den S-Bahnstrecken Treptower Park – Tempelhof sowie Baumschulenweg – Tempelhof zu überstehen. Die Sperrungen gelten ab Donnerstag, 25. Juni, 4 Uhr früh. für rund einen Monat. Als Ersatz fahren Busse. Betroffen sind die Linien S45, S46, S47, S41 und 42. Die Linien über Ostkreuz fahren weiter im üblichen Takt. viz.de
- Fußgängertunnel Schöneweide: Weitere Verzögerungen. Wann der teilzerstörte Fußgängertunnel unter der Michael-Brückner-Straße in Schöneweide wiedereröffnet werden kann, ist weiterhin unklar. Auf Anfrage des SPD-Abgeordneten Lars Düsterhöft erklärte der Senat, es hätten sich weiter Verzögerungen ergeben, wegen überraschender Kabelfunde in der Tunneldecke. Offenbar muss der Stromanschluss für die Tunnelbeleuchtung neu verlegt werden. Die Baukosten verteuern sich wohl um 10 bis 15 Prozent, also statt 300.000 Euro, wie zuletzt geschätzt, bis zu 345.000. Dabei ist völlig offen, ob der Tunnel noch gebraucht wird, wenn der Bahnhofsvorplatz samt neuer Tramtrasse irgendwann fertig sein wird.
- BVV soll elektronisch abstimmen. Die Bezirksverordneten haben am Donnerstag eine neue Geschäftsordnung beschlossen. Unter anderem sind künftig „Schaltkonferenzen“ möglich, wenn dies „im Falle einer Gefährdungssituation“ erforderlich ist, also etwa in einer Pandemie. Abstimmungen sollen mit Hilfe eines elektronischen Systems erfolgen, also nicht mehr per Handzeichen. Wann dafür die nötige Technik beschafft und installiert ist, konnte das BVV-Büro noch nicht sagen. Darum kümmere sich das Facility Management des Bezirksamtes.
- Mehr Licht für die Schönblicker Straße. Für den Bereich der Schönblicker Straße in Rahnsdorf ist die Planung und Errichtung einer komplett neuen Beleuchtungsanlage in Auftrag gegeben worden. Das geht aus der Antwort des Senats auf Anfrage des CDU-Abgeordneten Maik Penn hervor. Die Abstände der Laternen sollen dabei „optimiert und neue Maste sowie Leuchten beschafft“ werden. Der Baubeginn sei noch in diesem Sommer geplant. Das Projekt zur Modernisierung von rund 700 Straßenlaternen in Rahnsdorf sei ansonsten abgeschlossen, teilte die Verwaltung mit. Weil es Beschwerden wegen dunkler Flecken zwischen den Leuchten gab, seien diese „aufgeneigt“ worden.
- Standort für Fähranleger gefunden. Der Ort für den neuen Anleger einer Fähre parallel zum Spreetunnel in Friedrichshagen ist gefunden, teilt die Linke-Fraktion mit. Nach Informationen aus Bezirksamt und Senatsverwaltung könne der Anleger am Müggelseedamm auf Höhe der Emrichstraße entstehen, zwischen einem Lebensmitteldiscounter und dem ehemaligen Bürgerbräu-Gelände. Im Februar 2019 hatte der Senat eine halbe Million für eine barrierefreie Alternative zum Spreetunnel bereitgestellt. Das hatten besonders die Vertreter von Senioren und Behindertenverbänden gefordert.
- Nachbarn protestieren gegen Boardinghaus. In der Buntzelstraße 125, Bohnsdorf, soll ein Boardinghaus mit 134 Betten für Handwerker auf Montage entstehen. Die direkten Nachbarn, das Ehepaar Leue, wehren sich mit einer Unterschriftensammlung und juristischen Mitteln gegen das Vorhaben. „Dass hundert Montagearbeiter aus ganz Europa am Wochenende einen anderen Lärmpegel haben als eine Familie im Garten und ein Rentnerehepaar auf dem Balkon kann jeder nachvollziehen.“ Das Bauprojekt passe nicht in die Umgebung, außerdem werde das Grundstück zu 100 Prozent versiegelt. Der Anwalt der Leues hat Widerspruch gegen die bereits erteilte Baugenehmigung eingereicht. Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) erklärte in einer Antwort auf die Anfrage des Grünen-Fraktionschefs Jacob Zellmer: „Das Bezirksamt teilt die Auffassung, dass der Ortskern von Bohnsdorf durch dieses Vorhaben nach und nach zerstört wird, nicht. Unbestritten ist, dass die bestehende, sehr heterogene städtebauliche Situation dazu führen kann, dass weitere Nachverdichtungen stattfinden.“ berliner-woche.de
- Ökologische Schäden am Karpfenteich. Das Baden im Karpfenteich im Treptower Park sei nicht zu empfehlen, erklärt das Bezirksamt auf Anfrage des BVV-Verordneten Peter Groos (SPD). Dort werde schmutziges Regenwasser durchgeleitet. Das Bezirksamt will sich bei der zuständigen Senatsumweltverwaltung für ein Badeverbot einsetzen. Einige Besucher des Treptower Parks würden sich „nicht an die Absperrungen halten und damit die neu gepflanzten Uferbereiche wieder zerstören bzw. die Hunde dort auch weiterhin graben lassen“. Der Karpfenteich war im Zuge der Sanierung des Treptower Parks als Gartendenkmal für mehr als 14 Mio. Euro entschlammt und an den Ufern neu bepflanzt worden.
- BVV verabschiedet Ralf Drescher. Seit 1990 ist der Fotograf und Reporter Ralf Drescher im Bezirk unterwegs, um gute Bilder und Geschichten einzufangen, die er anschließend in der Berliner Woche präsentiert. Mit vielen Bezirkspolitikern, Amtschefs und Kulturgrößen aus TreKö ist der 61-Jährige per Du, über alle hat er schon geschrieben. Drescher kennt den Bezirk besser als die meisten Bewohner, was den Verlag der Berliner Woche (Funke Mediengruppe, zu der auch die Berliner Morgenpost gehört) nicht davon abhielt, ihren freien Mitarbeiter nach 30 Jahren vor die Tür zu setzen. BVV-Vorsteher Peter Groos (SPD) bedankte sich im Namen der BVV für Dreschers journalistische Arbeit. Anfang des Jahres habe ich ihn in der „Nachbarschaft“ vorgestellt, hier nachzulesen.