Namen & Neues
Einigung über Wilmersdorfer Bauprojekt
Veröffentlicht am 17.12.2021 von Cay Dobberke
Rund eineinhalb Jahre lang protestierten Mieter:innen des Hauses an der Fechnerstraße 7 / Ecke Uhlandstraße in Wilmersdorf gegen Abrisspläne. Doch im Sommer 2020 gaben sie den Kampf auf, weil ihre Kraft erschöpft war und sie sich „allein gelassen“ fühlten. Die Bezirksverordnetenversammlung diskutierte lange über das Neubauprojekt „Uhland House“ der Immobilienfirma Krieger + Schramm. Es reicht bis zur Berliner Straße und betrifft auch Lokale in einer einstöckigen Ladenzeile. Nun haben das Bezirksamt und der Investor einen städtebaulichen Vertrag geschlossen.
Von einer „nachhaltigen Stadtreparatur“ in dem Straßenblock, der „noch immer von Kriegszerstörung und dem Umbau zur autogerechten Stadt in den 1970er-Jahren geprägt sei“, sprach anschließend der zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne). Außerdem würden „erhebliche Flächen entsiegelt und begrünt“. Für Fußgänger:innen und den Radverkehr in der Uhlandstraße gebe es künftig mehr Platz.
Überarbeitete Pläne sehen ein sechs- und siebengeschossiges Gebäudeensemble mit 122 Wohnungen vor. 35 davon sollen der Mietpreisbindung unterliegen. Für die Hälfte aller Wohnungen wird eine barrierefreie Bauweise angekündigt.
Auf Kritik von Bezirksverordneten an der eintönigen Gestaltung reagieren die Immobilienfirma und ein beauftragtes Architekturbüro mit einer Gliederung der oberen Geschosse. Sie sollen unterschiedlich weit zurückgesetzt werden. In der Uhlandstraße ist eine Gehweg-Überbauung mit einer Arkade geplant. Das Erdgeschoss sei „für die Rückkehr der bereits jetzt dort ansässigen Gastronomie“ gedacht, heißt es.