Namen & Neues

Museumschefin: "Hakenkreuz-Glocke wird 2019 ausgestellt"

Veröffentlicht am 18.12.2018 von André Görke

Was steht auf der Zitadellen-Agenda 2019? Oha, aufgepasst, wird spannend. Es meldet sich Museumschefin Urte Evert (Porträt hier). Ihre Ziele? „Die Unterbringung der Hakenkreuzglocke der Wichern-Gemeinde aus Hakenfelde. Der Dauerleihgabevertrag wird gerade aufgesetzt und im Januar 2019 unterschrieben. Ich habe vor, die Aufstellung dieses Zeitzeugnisses größer zu präsentieren.“ Involviert: Studierende des Touro-College für Holocaust-Studien, die die NS-Zeit in Spandau erforschen.

1920-2020: 100 Jahre Spandau in Berlin. Ebenfalls wichtig für 2019: „Die Vorbereitungen auf die Ausstellung zur 100-Jahr-Feier der Eingemeindung Spandaus nach Berlin“, schreibt Museumschefin Urte Evert. Kernfrage: „Wie viel Koketterie steckt in der angeblichen Traumatisierung Spandaus durch die Zwangseingemeindung 1920?“ Alle Bezirke beteiligen sich, und die zentralen Themen der 1920er Jahre sind auch 100 Jahre später bestens bekannt. Evert: „Wohnungsnot, Verdrängung, Umweltschutz statt Wohnungsbau, Neubau der Straßenbahn, Einfluss von Siemens auf die innovativen Kräfte in Spandau, politische Kontroversen bei einer erstarkenden Rechten … huch, klingt alles irgendwie gar nicht nur nach ferner Vergangenheit, oder?“

Zitadelle: mehr Siemens, mehr Abendkultur. Mit dem Siemens-Konzern, der 600 Mio Euro in Spandau in seinen Campus investiert, möchte Evert 2019 in Kontakt kommen. Wichtig, denn bislang ist die Siemens-Vitrine in der Zitadelle echt dünne – hier der Fotobeweis (aber nicht lachen!). Spitze für Freunde gepflegter Kulturabende: Die Zitadelle hat ab Januar 2019 donnerstags bis 20 Uhr geöffnet.

P.S.: Die ersten Kultur-Höhepunkte auf der Zitadelle verrät Urte Evert im ersten Spandau-Newsletter 2019 – am 8. Januar hier.

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